Gesundheit

Wechseljahre-Medikamente: Diese Mittel gibt es

Wechseljahre-Medikamente sollen helfen, die Symptome der hormonellen Umstellung zu lindern. Doch welche Mittel gibt es überhaupt? Wir klären auf

Tabletten auf Packungsbeilage
Wechseljahre-Medikamente: Diese Mittel gibt es Foto: iStock

Wechseljahre-Medikamente: Was lindert die Symptome?

Auch wenn die Wechseljahre per se keine Krankheit - und auch nicht für immer - sind; so empfinden viele Frauen die Zeit als sehr unangenehm. Kein Wunder: Unterleibsschmerzen, Hitzewallungen, Schlaflosigkeit oder Stimmungsschwankungen, um nur ein paar Symptome zu nennen, bestimmen den Alltag und verändern das allgemeine Wohlbefinden.

Einfach nur dabei zu zusehen und die Beschwerden über sich ergehen zu lassen - das muss jedoch niemand mehr. Dank der modernen und alternativen Medizin gibt es die verschiedensten Wechseljahre-Medikamente, die eine Linderung der Symptome versprechen. Welche das sind? MADAME.de klärt auf.

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Wechseljahre-Medikamente ohne Hormone

Pflanzliche Mittel

Vor allem im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel befinden sich eine ganze Menge an Wechseljahre-Medikamenten, die ohne das Beifügen von Hormonen die Beschwerden lindern sollen. Diese pflanzlichen Mittel enthalten meist Soja oder Rotklee und werden auch Isoflavone oder Phytoöstrogene genannt und wirken ähnlich wie Östrogene.

Hitzewallungen sollen demnach mit den beiden erwähnten Inhaltsstoffen verringert werden. Ebenso helfen Extrakte aus Heilpflanzen - dies können sein: Ginseng, Nachtkerzenöl, Maca, Mönchspfeffer, Rhapontik-Rhabarber oder Dong Quai.

Gegen Stimmungsschwankungen, Schweißausbrüche und zur Beruhigung versprechen Tees mit Salbei, Johanniskraut oder Frauenmantel Linderung. Allesamt sind zum freien Verkauf in der Apotheke erhältlich - es gilt: Sprechen Sie gerne vorher den Apotheker an, inwiefern die favorisierte Teesorte auch wirklich helfen kann oder welche Alternativen der Experte vorschlägt.

Denn: Weder bei den Wechseljahre-Tees noch bei den anderen pflanzlichen Präparaten ist eine Verbesserung der Beschwerden erwiesen. Hinzukommen Nebenwirkungen und Risiken, wie Schwindel oder Magen-Darm-Probleme, die bei den Produkten bei falscher Einnahme ausgelöst werden können. Selbst Inhaltsstoffe und ganze Präparate sind schon vom Markt genommen worden, wie zum Beispiel Kava Kava, aufgrund von zu starken Nebenwirkungen.

Tee, Kerze und Buch auf dem Tisch
Tee, Ruhe und Dinge, die Sie mögen, tragen innerhalb der Wechseljahre zum Wohlbefinden von Körper und Geist bei Foto: iStock

Homöopathische Mittel

Vorab: Wer mit Hilfe von homöopathischen Mitteln Wechseljahre-Symptome eindämmen möchte, sollte erst mit einem erfahrenen Homöopathen sprechen. Er kann Empfehlungen zu Ihren Beschwerden und Lebensumständen aussprechen und einen auf Sie abgestimmten Therapieplan entwickeln.

Wenn dies erfolgt ist, nehmen Sie Produkte ein, die Extrakte des Tintenfischs, also die Tinte, der Schwefelsäure, Ignatiusbohne, kanadischen Blutwurzel oder des sibirischen Rhabarbers enthalten. Auch im Handel werden Sie fündig: Kombi-Präparate gibt es, wie bei allen Wechseljahre-Medikamenten, ganz ohne Verschreibungspflicht. Hier gilt es wieder zu beachten: Über die Wirkweise sind keine genauen Informationen bekannt.

Wechseljahre-Medikamente mit Hormonen

In den letzten Jahren hat sich die Meinung zu den Medikamenten mit Hormonen stark verändert. Wo noch Jahre zuvor der Arzt auf eine Hormonersatztherapie (HET) plädiert hat, ist die Zufuhr von weiblichen Hormonen, wie Östrogen oder Gestagen, nicht mehr zwingend notwendig. Denn: Dem Organismus fehlen zwar innerhalb der Wechseljahre die besagten körpereigenen Stoffe, doch das Gleichgewicht pendelt sich gegen Ende der Zeit ein und sortiert sich neu. Entsprechend diesen belegten Erkenntnissen wurde auch die Wechseljahre-Therapie angepasst.

Nur noch in besonders schwierigen Fällen wird die HET empfohlen und verschrieben - schließlich birgt auch sie, wie viele Hormon-Medikamente, Risiken und Nebenwirkungen. So steigt das Risiko einer Brustkrebserkrankung und dem Erleiden eines Schlaganfalls an. Ebenso die Bildung von Blutgerinnsel, auch Thrombose genannt.

Gut zu wissen: Im Allgemeinen werden die Behandlungen nur so lange verschrieben, wie zwingend erforderlich. Auch die Dosierung der Zäpfchen, Tabletten, Spritzen, Pflaster oder Gels belaufen sich auf ein Minimum, um mögliche Nebenwirkung so gut es geht einzudämmen..

Symptome ohne Medikamente lindern

Wie auch bei den Wechseljahre-Medikamenten auf medizinischer oder pflanzlicher Basis helfen auch Dinge, die Sie selbst in Ihrem Alltag ändern, nur bedingt. Einen Versuch sind sie aber allemal Wert. Folgende Dinge können eine Linderung mit sich ziehen:

  • Zeit im Freien verbringen: Tageslicht und Sonnenstrahlen wirken sich positiv auf das Gemüt aus und tragen zur Stimmungsaufhellung bei.

  • Erlaubt ist alles, was gut tut - von Meditationstechniken über Atemübungen bis hin zu Massagen zur Entspannung.

  • Routinen - vor allem am Morgen und Abend einführen, um Schlafstörungen vorzubeugen.

  • Sport und eine gesunde Ernährung gelten nicht nur als Ausgleich an stressigen Tagen, sondern helfen dabei, das Gewicht zu halten.