Interior

Trendy und individuell: Die kleine Privat-Galerie. So setzt man Fotokunst wirkungsvoll in Szene

Ob selbst geschossen oder gekauft, Fotos bringen Individualität und Personality in die Wohnung. Modefotografin Mary Ruffioni, Ambassador des Fotolabors White Wall, verrät bei MADAME.de, wie man sie besonders schön inszeniert.

Privatgalerie
Inszenieren Sie eine kleine Privatgalerie Foto: Plainpicture

Seit wir mit dem Smartphone so schnell und unkompliziert gute Fotos machen – und sie in alle Welt versenden, wird oft vergessen, wie schön es ist, ein gutes Bild als Print in den Händen zu halten oder in den eigenen Vier Wänden aufzuhängen. Dabei gibt es die tollsten Möglichkeiten, ein Bild auszudrucken: Hinter Plexiglas, auf Holz oder Leinwand, als XXL-Poster, Mehrteiler oder in „Galerie-Qualität“ – all das bietet das mehrfach ausgezeichnete Profilabor White Wall an.  

Einfach die Website besuchen, Foto hochladen, Format wählen und das Kunstwerk wird nach Hause geliefert. Die Fotografin Mary Ruffini ist eine der Botschafter von White Wall, sie ist spezialisiert auf Mode- und Beauty-Fotografie und liebt es Porträts zu machen, ihre Kamera: eine Nikon D850. Mehr über die Präsentation von Fotos verrät die Französin mit italienischen Wurzeln im Interview.

Fotografin Mary Ruffini
Fotografin Mary Ruffini Foto: White Wall

MADAME.de: Wie kommen Fotos am besten zur Geltung - auf weißer Wand oder ist ein farbiger Fond besser? 

Mary Ruffini: Meiner Meinung nach sind neutrale Wände am besten geeignet, um Fotos hervorzuheben. Keinesfalls sollten die Wände gemustert sein. Ich persönlich habe eine Vorliebe für weiße Wände, weil sie die die Aussage eines Bildes und die Emotion, die es ausstrahlt, unterstreichen. Auch in Museen sind die Werke meist auf weißen Wänden arrangiert, unser Auge und unser Geist sind dann auf das Werk fokussiert und nicht auf die Elemente drumherum.

Bilder sollte man auf Augenhöhe aufhängen, so lautet eine Grundregel. Worauf achten Sie sonst noch? 

Man sollte sich die Umgebung genau anschauen, in die wir ein Bild integrieren wollen. Nicht nur auf Möbel, auch auf Fenster und Türrahmen – sich an deren Linien zu orientieren kann hilfreich sein. Ich persönlich hänge meine Fotos besonders gerne an freien Wänden auf – in meinem Wohnzimmer, wo sich jeder an ihnen erfreuen kann.

Sollten Fotos allein hängen - oder profitieren sie von Gesellschaft? 

Kunst ist subjektiv und für jeden von uns einzigartig in der Wirkung, jeder sollte also frei entscheiden, was für die Fotografie gut ist oder nicht. Einfach ausprobieren, und die eigene Kreativität sprechen lassen.

Foto-Variante Bullauge
Mehr Aufmerksamkeit durch das ungewöhnliche Format - als schaue man durch die Bullaugen eines Schiffes Foto: White Wall

Was ist Ihre favorisierte Hängung? Klassisch aufgereiht, in Gruppen oder mögen Sie die Petersburger Hängung, bei der zahlreiche Bilder dicht an dicht arrangiert sind?

Ich habe eine Vorliebe für die klassische Reihung, horizontal ausgerichtet mit maximal drei Bildern. Aber mein absoluter Favorit ist der Solist  – eine ganze Wand für eine Fotographie. Leider habe ich nicht soviel Platz in meinem Haus…

Die Petersburger Hängung
Die Petersburger Hängung Foto: White Wall
Bildvariante Solist
Der Solist: das Foto bekommt die volle Aufmerksamkeit - und eine gewisse Dramatik Foto: White Wall

Worauf sollte man beim Rahmen der Bilder achten?

Das Wichtigste bei der Auswahl eines Rahmens ist meiner Meinung nach, ob der Rahmen ein integraler Bestandteil des Werks sein soll oder ob er nur Stütze und Schutz sein soll. Davon hängt die Wahl des Materials ab. Tatsächlich ist ein UV-Schutz ideal, um die Abnutzung eines Fotos im Laufe der Zeit zu schützen.

Haben Sie noch einen persönlicher Tipp für das Inszenieren von Fotos? 

Ich liebe es, meine Schwarz-Weiß-Fotos im Rahmen mit Passepartout zu zeigen. Ich finde, dass das ein sehr galerieähnliches Gefühl vermittelt, das habe ich gern in meinem Zuhause. Und für die Abzüge nehme ich Barytpapier, das Ergebnis ist unglaublich.