Liebe

Paar-Tipps: So bringen Sie Ihre Liebe sicher durch den Lockdown

Die Corona-Zeit stellt so manch eine Beziehung auf die Probe – egal ob frisch verliebt oder lange verheiratet. Weil die ständige räumliche Nähe ganz unbewusst Extra-Stress bedeutet und man längst nicht mehr nur als Partner, sondern rund um die Uhr ja auch noch im Job, im Haushalt und für die Kinder funktionieren muss. Bei alledem droht die Liebe auf der Strecke zu bleiben.

Die folgenden Tipps sollen dabei helfen, belastende Situationen frühzeitig zu erkennen, gekonnt zu umschiffen und die Partnerschaft wieder mit Zuwendung, Lachen und Wertschätzung zu füllen – anstatt sich an Nebensächlichkeiten wie Wäsche sortieren, Tisch decken oder Einkaufen aufzuarbeiten. Denn am Ende ist die Liebe doch das, was zählt. Also los!

Paar-Tipps
Genießen Sie die Vertrautheit, anstatt sie mit Langeweile zu verwechseln Foto: Plainpicture

5 Tipps, um die Liebe zu retten

Mehr Attraktivität

Ja, das Homeoffice mag ganz wunderbar in der Jogginghose funktionieren. Wie alles eigentlich, es sieht einen ja (außer der eigene Familie) keiner. Aber bei allem Comfort sollten Sie eines nicht vergessen: Um jemanden attraktiv und begehrenswert zu finden, reichen die inneren Werte in den seltensten Fällen aus. Visuelle Reize sind das, was uns anspricht und beflügelt – selbst dann, wenn man schon eine gefühlte Ewigkeit zusammen ist! Also raus aus dem Schlabberlook und rein in die High Waist Jeans, das Boho-Kleid oder was sonst noch zu Ihrem früheren Ich gehörte. Auch Make-up und Frisur verdienen mehr Aufmerksamkeit. Wenn schon nicht ein Lippenstift, dann sollten wenigstens die Basics wie Mascara, Concealer und Lipgloss aufgetragen werden. Und das übrigens nicht nur, um dem Partner zu gefallen! Studien zufolge fühlt sich eine Frau, die sich zurecht gemacht hat, deutlich selbstbewusster, strahlender und frischer. Sorgt für Glücksgefühle, mehr Vitalität und eine bessere Konzentrationsfähigkeit (auch im Job). Und: Wer sich selbst schön findet und gut gelaunt ist, wird auch vom Gegenüber positiver wahrgenommen. Ein Tipp, den Sie gleich an Ihren Partner weiterleiten sollten...

Harmonie durch Arbeitsteilung

Der meiste Ärger entsteht durch Kleinigkeiten, etwa weil im Haushalt etwas liegengeblieben ist oder die Kinderbetreuung nicht funktioniert. Zudem kann die herumliegende Wäsche den einen bereits auf die Palme bringen, bevor der andere dies überhaupt wahrgenommen hat. Definieren sie gemeinsam all Ihre Alltagsaufgaben (die kleineren wie die größeren) und stellen Sie einen konkreten Wochenplan auf. Klingt entsetzlich spießig, bringt aber ungemein viel innere Gelassenheit und Harmonie zurück in die Partnerschaft. Das Tüpfelchen auf dem i: den anderen hin und wieder loben. Aber nur wenn's ehrlich gemeint ist. Ausprobieren!

Freiräume schaffen

Was uns ganz besonders fehlt, sind die wenigen Momente am Tag, die wir sonst immer ganz für uns allein hatten. Ein Stündchen am Vormittag oder Nachmittag, in der man einfach mal nur einen Cappuccino genießen und ein paar Seiten in einer Zeitschrift lesen, Yoga machen oder schlicht die Ruhe genießen konnte. Auch liebgewonnene Auszeiten wie die Fitness-Stunde, der Café-Besuch mit der besten Freundin oder ein Stadtbummel finden nicht statt. Aber wissen Sie was: Ihrem Partner geht es ja nicht anders. Sprechen Sie über Ihre Entbehrungen und geben Sie sich gegenseitig etwa 2-3 mal die Woche eine Stunde frei. Während dieser Stunde muss jeweils der eine Partner sich ausnahmslos um die Kinderbespaßung, das Haustier und eingehende Telefonanrufe kümmern, während der andere ungestört Joggen gehen, ein Schaumbad nehmen oder einfach gar nichts tun darf. Out of office, wie wundervoll!

Schaumbad
Einfach mal abtauchen Foto: Plainpicture

Good Vibes

Das ständige Einerlei ist ermüdend und drückt auf die Stimmung: Kein Wunder, dass sich das nach all den Wochen und Monaten auch auf das Beziehungs- und Familienleben auswirkt. Schaffen Sie so oft es geht, diese Lethargie von sich abzuschütteln und Momente voller Unbeschwertheit, Lachen und Good Vibes zu kreieren. Drehen Sie beim Tischdecken die Musik laut auf und tanzen Sie zu Ihrem Lieblingssong – am besten zu zweit! Seien Sie albern und machen Sie eine Kissenschlacht oder verabreden Sie sich am Abend zu einem Candle Light Dinner. Ja, genau in der Wohnung in der Sie die ganze Zeit schon sitzen, aber wer sich bewusst für einander Zeit nimmt, Kerzen anzündet und Musik wie in einer Jazz-Bar anschaltet (anstatt den Fernseher), sorgt für eine besondere Atmosphäre und wohltuende Zweisamkeit. Wie (und wo) der Abend dann später seinen Ausklang findet, liegt ganz bei Ihnen (und Ihrer Verführungskunst)...

Die Notleine

Ob es in einer Beziehung auch mal kracht und laut wird oder ob man sich eher diplomatisch aus Konfliktsituationen hinausmanövriert, hängt ganz von der individuellen Persönlichkeit und dem Zusammenspiel als Paar ab. Klar, wenn echte Probleme Ihre Liebe belasten, muss Klartext gesprochen werden. Sollte allerdings die Situation an sich, der zermürbende Lockdown, das Homeoffice und -schooling oder der monotone und sich ständig wiederholende Tagesablauf für gereizte Stimmung sorgen, ziehen Sie rechtzeitig die Notleine und steigen Sie aus der Situation aus. Entweder, in dem Sie das Thema wechseln oder den Raum verlassen. Oder indem Sie ein zuvor definiertes Signalwort verwenden, um dem Partner zu sagen: "Achtung, lass uns sofort damit aufhören sonst kann ich für nichts garantieren!". So ein Signalwort kann ganz simpel sein, etwa eine Farbe ("Pink!", "Blauweiß!"), ein Reiseziel ("Südsee!") oder ein Gegenstand ("Sofa!"). Sie merken schon, allein das zu lesen (und vielleicht auch einmal laut auszusprechen), hilft ungemein. Klingt komisch, kann Experten zufolge aber durch die sofortige Unterbrechung und Ablenkung der erhitzten Gedanken vor einer Eskalation bewahren. Aber wissen Sie was? Manchmal ist es einfach das beste, den anderen in den Arm zu nehmen.

Autor: Ann-Sophie Friedrich