Gesundheit

Hashimoto Ernährung: Das müssen Sie beachten

Wie Sie mit der richtigen Hashimoto Ernährung Beschwerden lindern und gleichzeitig das Immunsystem stärken? Wir verraten es Ihnen

Zubereitung von Müsli
Hashimoto Ernährung: Das müssen Sie beachten Foto: iStock

Was ist Hashimoto?

Zugegeben, Hashimoto--Thyreoiditis, oder kurz, Hashimoto, ist keine neuentdeckte Krankheit - aber eine, die nicht immer einfach zu identifizieren ist. Aus der anfänglichen Schilddrüsenentzündung wird schnell eine chronische Unterfunktion, die autoimmun gesteuert wird. Lediglich Tabletten, die Hormone enthalten, sorgen dafür, dass der Hormonhaushalt der Schilddrüse intakt bleibt.

Damit aber nicht genug: Mit der Schilddrüsenunterfunktion geht eine Immunschwäche einher, die je nach Patient unterschiedliche Symptome mit sich bringt: So können von einer schnellen Gewichtszunahme über brüchige Nägel oder Haare bis hin zu einer depressiven Stimmungslage schwache bis starke Anzeichen auftreten.

Was viele nicht wissen: Über die richtige Hashimoto Ernährung können die Beschwerden gelindert und das Immunsystem wieder gestärkt werden.

Warum bei Hashimoto auf die Ernährung achten?

Unsere Ernährung spielt bei unserer Gesundheit gar keine so kleine Rolle - dafür reicht alleine schon der Blick in Richtung Knochenstärke und Abwehrkräfte. Auch bei Hashimoto-Thyreoiditis hängen Ernährung und Krankheit unmittelbar zusammen. Vor allem Jod und Selen wirken sich stark auf das Krankheitsbild der Patienten aus: Während Jod der Schilddrüsenunterfunktion weiter schaden kann, gehen Mediziner bei Selen davon aus, dass es den Aktivierungsprozess des inaktiven Schilddrüsenhormons T4 in die aktive Form T3 beschleunigt.

Zudem sollte immer ärztlich überprüft werden, ob auch eine Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) vorliegt, da die beiden Autoimmunkrankheiten in direktem Zusammenhang stehen. So konnten Forscher belegen, dass Personen mit einer Glutenunverträglichkeit mehr Schilddrüsenhormone benötigen, um den TSH-Spiegel in einem adäquaten Bereich zu halten.

Achten Patienten verstärkt auf ihre Ernährung und stellen diese zugunsten von Hashimoto um, können nicht nur die mit der Autoimmunerkrankung einhergehenden Symptome gelindert, sondern auch der Hormonhaushalt ausgeglichen werden - mit der Folge, dass das Immunsystem nachhaltig gestärkt wird.

Was ist bei der Hashimoto Ernährung erlaubt?

  • Liegt eine Glutenintoleranz vor, muss auf Getreide-Ersatzprodukte umgestiegen werden. Amaranth, Quinoa oder Buchweizen sind bei Broten, Müsli oder Beilagen eine tolle Alternative.

  • Besonderes Augenmerk sollten Patienten auf die ausreichende Zufuhr von Obst und Gemüse legen. Bei Obst sind zuckerarme Varianten wie Beeren von Vorteil. Gemüse in roher Form oder im zubereiten Zustand mit hochwertigen Ölen wie Leinöl machen satt und gesund.

  • In Sachen Flüssigkeit sind nach wie vor die üblichen 1,5 bis 2 Liter am Tag sinnvoll. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass viel Wasser und ungesüßte Tees auf dem Trinkplan stehen.

  • Eiweiße sind wichtig, um langanhaltend gesättigt zu sein. Milchprodukte wie Joghurt oder Quark sollten dabei aber in Maßen verzehrt werden. Besser ist das Umstellen auf Alternativ-Erzeugnisse aus Mandeln oder Hafer. Mageres Fleisch sowie Fisch sind ebenfalls essenziell.

  • Selen sollte in gutem Maße über Lachs, Pilze oder Paranüsse aufgenommen werden, um die entzündungshemmende Wirkweise des Spurenelements auszukosten.

  • Antioxidative Pflanzenstoffe aus Gemüse und Obst sowie die Gewürze Zimt, Pfeffer, Ingwer oder Kurkuma tragen ebenfalls zu einer besseren Abwehrkraft bei.

  • Eine Handvoll "Glück" am Tag, ca. 25 g, ist erlaubt. Das können Süßigkeiten, Salzgebäck oder Backwaren sein.

Welche Lebensmittel sollten bei der Hashimoto Ernährung vermieden werden?

  • Weizenprodukte, vor allem bei Zöliakie

  • Frittierte Lebensmittel

  • Süßes und Salziges und wenn, nur in Maßen

  • Gezuckerte Obstkonserven, Trockenfrüchte

  • Erdnüsse und gesalzene Nüsse

  • Fruchtsäfte, gesüßter Kakao und Alkohol

  • Fetthaltige Wurst- und Fleischwaren wie Mettwurst, Nackenfleisch, Schinkenspeck usw.

  • jodreicher Fisch wie Seelachs, Kabeljau, Forelle usw.