Gesundheit

Darmflora aufbauen: So klappt es garantiert

Die eigene Darmflora aufzubauen und somit für ein gestärktes Immunsystem zu sorgen, wirkt sich positiv auf Ihren gesamten Körper aus. Warum und welche Lebensmittel Sie dabei unterstützen

Frau im Bett
Darmflora aufbauen - Diese Tipps sollten Sie kennen Foto: iStock

Darum ist eine gesunde Darmflora so wichtig

Eine gesunde Darmflora ist nicht nur für den Darm selbst wichtig, sondern auch für unseren gesamten Körper. Über 100 Billionen Mikroorganismen sind durch das Organ aktiv und sorgen für eine gute Verdauung. Der Großteil aller Immunzellen befindet sich in ihm - zudem produziert er wichtige Vitamine, die zur Bekämpfung von krankheitserregenden Bakterien beitragen. Das gesamte Immunsystem basiert also auf dem Gleichgewicht des größten inneren Organs unseres Körpers, das im Umkehrschluss auch für unsere Vitalität und Psyche verantwortlich ist.

Verschiedene äußerliche Einwirkungen können jedoch dazu beitragen, dass das Gleichgewicht des Darms außer Kontrolle gerät. Vor allem die Einnahme eines Antibiotikas bei einer Erkrankung sorgt dafür, dass nicht nur die Krankheitserreger, sondern auch gesunde, wichtige Darmbakterien absterben. In diesem Fall ist es im Anschluss besonders wichtig, auf seine Ernährung zu achten, die den Aufbau der Darmflora unterstützt. Eine mehrwöchige Kur, die zur Sanierung des Darms beiträgt, sollte vorher mit Ihrem Arzt besprochen werden. Meist reichen wenige Dinge, die Sie beachten sollten, aus, um die Balance Ihrer Darmflora wieder herzustellen.

MADAME.de erklärt die wichtigsten Lebensmittel, die Sie hierbei unterstützen und welche Symptome auf ein Ungleichgewicht hindeuten können.

Ursachen und Symptome einer ungesunden Darmflora

Dass sich unsere Darmflora in einem Ungleichgewicht befindet, kann unterschiedliche Ursachen haben: Zu wenig Bewegung oder eine unausgeglichene Ernährung führen dazu, dass unser Darm-Haushalt durcheinander gerät. Und auch Stress ist als häufiger Verursacher bekannt. Befinden Sie sich beispielsweise gerade in einer beruflichen Situation, die sie verstärkt unter Druck setzt, kann sich dieser Zustand auf Ihren Darm auswirken.

Unser Körper äußert diese Stimmung durch verschiedene Symptome: Ständige Müdigkeit, Verstopfung, Durchfall, Blähungen und Hautkrankheiten wie Akne und Neurodermitis können sichtbar werden. Atemwegskrankheiten wie Asthma und Allergien wie Heuschnupfen können ebenfalls ein Indiz auf ein Ungleichgewicht der Darmflora sein. In seltenen Fällen äußert sich die Schieflage auch durch Schmerzen in den Gelenken oder sogar als erste Anzeichen von Rheuma.

Darmflora aufbauen: Mit diesen Tipps klappt's

Ist die Darmflora erst einmal aus ihrem Gleichgewicht gebracht, benötigt sie unsere Hilfe, um wieder Balance zu finden. Denn: Das gestresste Immunsystem schafft es nicht von alleine, Krankheitserreger zu bekämpfen und gleichzeitig den Darm zu stärken.

Für den Aufbau und die Regeneration sind zwei wichtige Helfer unumgänglich: Probiotika und Präbiotika. Ersteres sind Mikroorganismen, die sich dem geschädigten Darm annehmen und dafür sorgen, dass das Organ wieder stimuliert wird und aggressive Bakterien abgewehrt werden. Präbiotika unterstützen dabei: Die Ballaststoffe, versorgen die Organismen mit Nahrung und stellen somit sicher, dass diese ihren Zweck erfüllen. Beides findet man in gewissen Lebensmitteln, die Sie bei einer ausgewogenen Ernährung oder Nahrungsumstellung zu sich nehmen sollten.

Aber nicht nur die richtige Ernährung führt zu einer ausgeglichenen Darmflora, sondern auch die Umstellung der aktuellen Zustände. Beschäftigen Sie sich auch unbedingt mit den Ursachen, die zu dem Ungleichgewicht geführt haben. Vermeiden Sie Stress und gönnen Sie sich immer wieder Pausen, schlafen Sie ausreichend, kochen Sie mit frischen Zutaten und nehmen Sie ihr Essen langsam zu sich.

Ein weiterer wichtiger Punkt auf dem Weg zu einem gesunden Darm ist Bewegung. Viele Betroffene klagen über Darmprobleme, die darauf zurückzuführen sind, dass sie wenig bis gar keinen Sport treiben und sich parallel zu einseitig ernähren. Auch wenn Sie einen Bürojob haben, der häufiges Sitzen mit sich bringt, müssen Sie für einen Ausgleich sorgen: Gehen Sie zu Fuß zur Arbeit, machen Sie einen Spaziergang während der Mittagspause und einen lange Fahrradtour am Wochenende.

Welche Lebensmittel helfen beim Aufbau der Darmflora?

Achten Sie auf ein paar wenige Produkte bei Ihrer Ernährung, kann sich diese Umstellung innerhalb kürzester Zeit positiv auf Ihren Darm auswirken. Vor allem Lebensmittel, die viele Probiotika und Präbiotika enthalten, stehen jetzt an erster Stelle. Alles in allem sollten Sie darauf bedacht sein, Ihren gesamten Essensplan so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Cheat Days und Süßigkeiten sind - nach Absprache mit Ihrem Arzt - durchaus erlaubt. "Alles in Maßen" - so sollte Ihre Devise lauten.

Lebensmittel, die viel Probiotika enthalten:

  • Milchprodukte: Naturjoghurt, Kefir, Buttermilch, Quark und Käse

  • Sauerkraut

  • Apfelessig

  • Miso

  • Hefe

Lebensmittel, die viel Präbiotika enthalten:

  • Vollkornprodukte: Nudeln, Brot, Reis und Haferflocken

  • Obst: Äpfel und Bananen

  • Gemüse: Spargel, Artischocken, Chicorée und Brokkoli

  • Leinsamen

  • Flohsamen

  • Schwarzwurzeln

  • Zwiebeln

  • Knoblauch