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Was wir von Cher über das Leben, die Mode und die Freiheit lernen können

Was wir von Cher über das Leben, die Mode und die Freiheit lernen können Was wir von Cher über das Leben, die Mode und die Freiheit lernen können
Cher im April 1978. 2026 feiert sie ihren 80. Geburtstag. (Foto: Getty Images)

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Cher ist kompromisslos sie selbst. Diese Punkte können wir uns von ihr abschauen

Seit fast sieben Jahrzehnten prägt die Sängerin, Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Cher, geboren 1946 als Cherilyn Sarkisian, die Popkultur. Eine Frau mit einer unverkennbaren Stimme und einer beeindruckenden Hit-Historie, und: die Blaupause für ein selbstbestimmtes, mutiges Leben. In einer Welt, die Frauen oft vorschreiben will, wie sie zu sein, wie sie sich zu kleiden oder wie sie zu altern haben, zieht Cher ihr eigenes Ding durch. Sechs Lebensweisheiten, die wir von Cher lernen können, um unser eigenes Leben kompromissloser und empowerter zu gestalten.

1. Heiraten Sie keinen reichen Mann – seien Sie selbst einer

Es ist eines der berühmtesten Zitate der Popgeschichte: In einem Interview Ende der 80er-Jahre erzählte Cher schmunzelnd, dass ihre Mutter ihr einst riet, sich zur Ruhe zu setzen und einen reichen Mann zu heiraten. Chers legendäre Antwort: „Mom, ich bin ein reicher Mann.“ Hinter diesem ikonischen Satz steckt eine der wichtigsten Lektionen für jede Frau: Finanzielle, berufliche und emotionale Unabhängigkeit sind das Fundament von Freiheit. Cher hat uns gezeigt, dass wir nicht darauf warten müssen, gerettet, vervollständigt oder versorgt zu werden. Wir sollten selbst die kreative und finanzielle Kraft haben, uns das Leben aufzubauen, das wir führen möchten.

2. Wenn Ihnen die Welt keine passende Schublade bietet, bauen Sie Ihren eigenen Palast

Cher wurde im Laufe ihrer Karriere oft abgeschrieben: nach der Trennung von Sonny Bono, nach vermeintlichen Flops, beim Wechsel von der Musik zum Film. Viele dachten, sie sei als ernsthafte Schauspielerin ungeeignet – bis sie für „Mondsüchtig“ den Oscar gewann. Wenn die Musikwelt dachte, ihre Zeit sei vorbei, kam sie mit einem Megahit wie „Believe“ zurück und erfand ganz nebenbei den Pop-Sound der Jahrtausendwende.
Cher lehrt uns, dass Neuerfindung kein Zeichen von Schwäche ist, sondern von purer Resilienz. Lassen Sie sich von niemandem ein Ablaufdatum verpassen oder sich einreden, Sie seien „nur“ für eine Sache gut. Wenn sich eine Tür schließt oder eine Lebensphase endet, bedeutet das nicht das Finale. Es ist lediglich der Vorhang für den nächsten, noch spektakuläreren Auftritt.

Cher erhielt 1988 den Oscar als Beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in der romantischen Komödie „Mondsüchtig“. (Foto: Getty Images)

3. Mode ist keine Anpassung, sondern visuelle Rüstung

Von den bauchfreien Bob-Mackie-Roben der 70er über die Lederjacken-und-Tanga-Kombination in den 80ern bis hin zu opulenten Kopfschmuck-Kreationen: Cher hat Modegeschichte geschrieben, indem sie Regeln brach. Sie hat Kleidung nie genutzt, um der Masse zu gefallen, sondern um ihre Persönlichkeit visuell zu unterstreichen.
Die Lektion für unseren Alltag? Mode sollte niemals ein Werkzeug der Anpassung sein, sondern ein Ausdruck von Freiheit. Ziehen Sie das an, was Ihnen das Gefühl gibt, unbesiegbar zu sein. Wenn Sie Lust auf glitzernde Overknees, dramatischen Lippenstift oder einen radikalen Haarschnitt haben, dann tuen Sie es – völlig egal, was die Gesellschaft als „angemessen“ empfindet. Ihr Stil gehört Ihnen, und er darf auch laut, exzentrisch und mutig sein.

4. Das Alter ist eben nur eine Zahl

Nicht nur Frauen in der Öffentlichkeit wird ab einem gewissen Alter oft eine unsichtbare Grenze auferlegt. Man soll sich „dezenter“ kleiden, sich im Hintergrund halten und bitteschön in Würde (und vor allem unauffällig) altern. Cher, die auch im hohen Alter noch in transparenten Bodysuits auf Stadionbühnen steht und jüngere Männern datet, pfeift auf diese Konventionen. Sie geht offen mit Beauty-Eingriffen um, weigert sich aber strikt, sich vom biologischen Alter einschränken zu lassen.
Von Cher lernen wir, dass Reife nicht bedeutet, leiser zu werden. Schönheit und Sexappeal haben kein Verfallsdatum. Lassen Sie sich von starren gesellschaftlichen Altersgrenzen nicht die Lebensfreude nehmen.

5. Lassen Sie die Kritiker reden – Ihr Erfolg ist die beste Antwort

Cher wurde in ihrer Karriere belächelt, kritisiert, unterschätzt und für ihre Outfits oder ihr Privatleben verurteilt. Hätte sie auf jede negative Schlagzeile gehört, wäre sie heute nicht da, wo sie ist. Ihre Reaktion auf Gegenwind war schon immer ein metaphorisches Schulterzucken und der unerschütterliche Fokus auf ihre Arbeit.
Das Leben wird immer Kritiker:innen bereithalten – Menschen, die Ihre Träume zu groß, Ihre Outfits zu gewagt oder Ihre Lebensentscheidungen zu unkonventionell finden. Cher zeigt: Das Hintergrundrauschen der anderen hat keine Macht über Sie, es sei denn, Sie geben sie ihnen. Konzentrieren Sie sich auf Ihre eigene Vision und lassen Sie Ihren Erfolg und Ihr Glück für sich selbst sprechen.

6. Haltung zeigen ist auch eine Form von Stärke

Cher ist keine stille Ikone. Sie nutzt ihre Stimme – in der Musik, aber auch politisch und gesellschaftlich. Als sich ihr Sohn Chaz als Trans-Mann outete, stellte sie sich hinter ihn. Das brauchte allerdings Zeit; sie sprach offen über anfängliche Probleme und ihren eigenen Lernprozess. Sie setzt sich für LGBTQ+-Rechte ein, mischt sich in politische Debatten ein und spendet für humanitäre Hilfe. Empowerment endet nicht bei sich selbst. Wer Kraft hat, trägt Verantwortung – und Cher weiß das.

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