„Warum ist darauf noch niemand früher gekommen?“, ist der vielversprechendste Gedanke für ein neues Produkt in einem heillos überfüllten Beauty-Tool-Markt. Ja, genau so eine Erfindung ist Dyson mit dem Airstrait gelungen: ein Hybrid aus Föhn und Glätteisen. Man verkürzt also zwei Schritte zu einem – sollte man das Ziel haben, nicht nur trockenes, sondern auch glattes und vor allem glänzendes Haar zu haben. Als ich den Airstrait auspacke, gefällt mir schon mal die Simplizität der „Zutaten“: Bis auf das formschöne und angenehm in der Hand liegende Gerät nebst Kabel liegt nur ein Booklet bei und eine Unterlage, auf der das Tool abgelegt werden kann. Man braucht weder das eine noch das andere. Denn die Anwendung erklärt sich von ganz allein, wie bei einem Apple-Device, das schon immer mit der Idee punktete, dass gutes Design nichts Überflüssiges hat und keine Gebrauchsanweisung braucht. Es geht also gut los.
Ich stehe mit handtuchtrockenem und gekämmtem Haar vorm Spiegel, löse den Sperrknopf, sehe auf dem Display die Einstellung „nasse Haare“ und lege los. Man benutzt den Airstrait genauso wie ein Glätteisen. Die Luft wird mit einem leistungsstarken Motor erhitzt und gleichmäßig auf zwei Platten übertragen. So wird jede Strähne gleichzeitig getrocknet und geglättet. Der Sound? Wie bei einem sehr leisen Föhn, also ganz angenehm. Ich habe nicht besonders dickes Haar, darum bin ich nach wenigen Minuten fertig. Der Hersteller verspricht, dass die Haare keinerlei Hitzeschäden wie bei einem Glätteisen erleiden, weil eben nur mit Luft getrocknet wird. Man kann auch eine Kaltstufe fürs Finish einstellen oder trockenes Haar nochmals nachglätten. Das alles bekommt man für 499 Euro, die das Gerät in zwei Farbvarianten kostet.
Den Unterschied zu einer normalen „Föhnfrisur“ bemerkt sogar mein Mann, als ich frisch aus dem Bad in unser Ankleidezimmer komme. „Irgendwie so gestylt“, sagt er. Tatsächlich hat der Hot Air Styler meine Wirbel gebändigt und die manchmal platten Haaransätze belebt. Das Haar fühlt sich dicker, weil griffiger an – komischerweise. Denn Glätten bewirkt ja eigentlich das Gegenteil. Aber dick in Zusammenhang mit Haar ist eine gute Kombination, denke ich. Und bin auf Anhieb Fan und Heavy User geworden.