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Unterwäsche ist nicht gleich Unterwäsche – worauf man beim Kauf wirklich achten sollte

Unterwäsche ist nicht gleich Unterwäsche – worauf man beim Kauf wirklich achten sollte Unterwäsche ist nicht gleich Unterwäsche – worauf man beim Kauf wirklich achten sollte
Mehr als ein Basic – Unterwäsche, die Komfort und Funktion verbindet. (Foto: Zeb Daemen)

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Kaum spürbar, aber entscheidend für das Wohlbefinden: Unterwäsche begleitet uns jeden Tag – und kann dabei sowohl Komfort schenken als auch irritieren


Unterwäsche begleitet den Körper den ganzen Tag, doch längst nicht jedes Modell erfüllt die Ansprüche an Tragekomfort, Hautverträglichkeit und Funktionalität. Viele kennen das Problem: Es kratzt, liegt unangenehm auf der Haut, fühlt sich feucht an oder schränkt die Bewegungsfreiheit ein. Besonders im Intimbereich kann der falsche Stoff zu Reibung, Juckreiz oder Irritationen führen, wenn Luft nicht zirkulieren kann oder Feuchtigkeit eingeschlossen wird. Baumwolle gilt zwar als Standard, doch auch hier gibt es große Unterschiede in Komfort und Funktion. Gerade beim Sport, an heißen Tagen oder in sensiblen Momenten entscheidet die Wahl der Unterwäsche über Wohlbefinden und Alltagstauglichkeit. Madame stellt die drei goldenen Regeln vor, worauf es beim Kauf ankommt und welche Faktoren den Unterschied machen.


1. Das richtige Material

Das Material bestimmt maßgeblich, wie Unterwäsche sich anfühlt, wie Luft zirkuliert und wie Feuchtigkeit aufgenommen oder abgeleitet wird. Gleichzeitig beeinflusst der Einsatz von Stretchfasern wie Elastan die Passform, Bewegungsfreiheit und Formstabilität. Beides zusammen entscheidet, ob Unterwäsche den ganzen Tag über angenehm sitzt und funktional bleibt.

Material-Checkliste:

Baumwolle: Weich, atmungsaktiv und hautfreundlich. Baumwolle nimmt Feuchtigkeit gut auf, sodass sich die Haut trocken und komfortabel anfühlt, kann bei starkem Schwitzen jedoch länger feucht bleiben. Sie ist robust, pflegeleicht und eignet sich besonders für den Alltag sowie für Menschen mit empfindlicher Haut.

Modal / Tencel: Sehr weich, angenehm glatt auf der Haut und atmungsaktiv. Diese Fasern sind oft saugfähiger als Baumwolle und behalten ihre Form und Weichheit auch nach vielen Wäschen. Sie fühlen sich kühl an und eignen sich sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für längere Tragezeiten, ohne dass sich Feuchtigkeit staut.

• Bambus-Viskose: Weich, leicht und temperaturregulierend, außerdem von Natur aus antibakteriell. Bambusfasern transportieren Feuchtigkeit gut von der Haut weg und halten sie angenehm trocken. Ideal für empfindliche Haut, heiße Tage oder längere Tragezeiten, da das Material sanft und atmungsaktiv ist.

• Seide: Glatt, luxuriös und sehr hautfreundlich. Seide gilt als hypoallergen, das heißt, sie löst nur selten Allergien oder Hautreizungen aus, was sie besonders für empfindliche Haut geeignet macht. Sie wirkt temperaturausgleichend – kühlt im Sommer, wärmt im Winter – und bietet ein besonders leichtes Tragegefühl. Seide ist optimal für Lounge- oder Nachtwäsche, weniger für Sport oder starkes Schwitzen geeignet, da Feuchtigkeit langsamer abgeleitet wird. Pflegeintensiv: Schonwäsche oder Handwäsche und Lufttrocknung empfohlen.

Mikrofaser/synthetische Mischungen: Diese Stoffe sind besonders funktional, da sie Feuchtigkeit effektiv vom Körper wegtransportieren und sehr schnell trocknen. Sie eignen sich daher ideal für Sport, intensive Bewegung oder heiße Tage. Allerdings wirken sie weniger luftig als Naturfasern und fühlen sich auf der Haut weniger weich an, bieten dafür aber maximale Funktionalität und Bewegungsfreiheit.

Außerdem sorgt ein kleiner Anteil Elastan oder Spandex dafür, dass Unterwäsche Form behält, sich dem Körper anpasst und Bewegungsfreiheit ermöglicht. Zu viel synthetischer Anteil kann Wärme und Feuchtigkeit einschließen, während zu wenig Stretch das Verrutschen begünstigt. Optimal sind Mischungen, die überwiegend aus natürlichen Fasern bestehen, ergänzt durch etwas Stretch für Passform und Komfort. Die Kombination aus hochwertigem, atmungsaktivem Material und angepasstem Stretch sorgt dafür, dass Unterwäsche sich den ganzen Tag angenehm anfühlt, Hautfreundlichkeit gewährleistet und Bewegungsfreiheit unterstützt – egal ob im Alltag, beim Sport oder an warmen Tagen.


2. Der richtige Schnitt

Der Schlüssel für den Tragekomfort von Unterwäsche ist natürlich die ideale Passform. Selbst hochwertige Materialien können ihre Wirkung verlieren, wenn das Stück einschneidet, verrutscht oder durch Nahtkanten Reibung auf der Haut erzeugt. Eine sorgfältig abgestimmte Passform sorgt dafür, dass Unterwäsche den Körper unterstützt, Bewegungsfreiheit bietet und sich über den ganzen Tag hinweg angenehm trägt.


Wichtige Aspekte:

Bündchen: Taillen- und Beinbündchen sollten eng anliegen, aber nicht einschnüren. Zu enge Bündchen können die Haut reizen, während zu lockere dazu führen, dass Unterwäsche verrutscht. Elastische, sanfte Bündchen passen sich dem Körper an und halten das Kleidungsstück an Ort und Stelle.

Nähte: Flache, weiche Nähte verringern Reibung und Irritationen. Besonders bei langem Sitzen, sportlicher Aktivität oder empfindlicher Haut machen sie einen großen Unterschied im Tragekomfort.

Schnittformen: Slips, Hipster, Boyshorts oder Strings unterscheiden sich stark in Sitz, Dehnbarkeit und Komfort. Die Wahl sollte sich nach Körperform, Bewegungsvorlieben und Alltag richten. Beispielsweise bieten Hipster oder Boyshorts mehr Abdeckung und Stabilität, während Strings minimalistisch sitzen und unter enger Kleidung unsichtbar bleiben.

Sportliche Varianten: Bei Bewegung sind höhere oder breitere Schnitte vorteilhaft, da sie Verrutschen verhindern und zusätzliche Unterstützung bieten. Viele Sportunterwäsche-Modelle kombinieren funktionale Schnitte mit feuchtigkeitsleitenden Materialien, um Komfort während Aktivität und Training zu maximieren.

Insgesamt sorgt eine durchdachte Passform dafür, dass Unterwäsche nicht nur gut aussieht, sondern sich wie eine zweite Haut anfühlt. Sie unterstützt die Bewegungsfreiheit, reduziert Reibung, bleibt an Ort und Stelle und macht das tägliche Tragen angenehm – unabhängig davon, ob es sich um einen aktiven Tag, längeres Sitzen im Büro oder sportliche Aktivitäten handelt.

3. Die richtige Pflege

Die richtige Pflege beeinflusst nicht nur den Tragekomfort, sondern auch die Lebensdauer von Unterwäsche. Schon beim ersten Waschen zeigt sich, wie gut die Fasern ihre Form, Weichheit und Elastizität behalten.

Waschmittel:
Milde, ph-neutrale Waschmittel ohne aggressive Zusätze oder Parfüme schonen die Fasern und die Haut. Stark parfümierte oder aggressive Reiniger können Fasern austrocknen und die Elastizität mindern.

Temperatur:
Kalt- oder Handwäsche schont Fasern, erhält Farben und verhindert ein Einlaufen des Materials. Allerdings werden bei niedrigen Temperaturen keine Bakterien zuverlässig abgetötet. Bei Baumwolle oder robusten Materialien kann ab und zu eine Wäsche bei 60°C sinnvoll sein, um Keime zu reduzieren – für empfindliche Stoffe wie Seide, Modal oder Bambus ist das jedoch zu heiß und würde die Fasern beschädigen.

Hygiene bei sensibler Haut oder starkem Schwitzen:
• Schnelles Trocknen: Feuchtigkeit ist ein idealer Nährboden für Bakterien. Daher Unterwäsche nach dem Waschen möglichst rasch trocknen, entweder an der Luft oder bei robusten Materialien im Trockner.
• Regelmäßiges Wechseln: Besonders bei Sport oder hohen Temperaturen hilft häufiges Wechseln, um Hautreizungen und Bakterienwachstum zu vermeiden.
• Waschmittel mit antibakterieller Wirkung können ebenfalls unterstützend wirken, ohne die Fasern zu stark zu beanspruchen.


Trocknen:
Lufttrocknen ist die schonendste Methode für empfindliche Materialien wie Seide, Modal oder Bambus. Hohe Hitze im Trockner kann Elastizität und Form beeinträchtigen. Robuste Stoffe wie Baumwolle vertragen Trocknerhitze, was zudem die Hygiene unterstützt.

Zusammenfassend gilt: Wer Unterwäsche pflegt wie ein wertvolles Kleidungsstück, verlängert ihre Lebensdauer, erhält Weichheit und Form und sorgt gleichzeitig für sauberes, hautfreundliches Tragegefühl. Die Balance zwischen Faserschutz und Hygiene ist entscheidend – bei empfindlichen Materialien steht die Schonung im Vordergrund, bei robusten Stoffen kann ab und zu höhere Temperatur für Sauberkeit sorgen.

Wohlbefinden beginnt mit bewusster Auswahl

Unterwäsche ist weit mehr als ein unsichtbares Kleidungsstück – sie beeinflusst das tägliche Wohlbefinden entscheidend. Die richtige Kombination aus Material, Passform, Atmungsaktivität und Pflege entscheidet darüber, ob Unterwäsche Komfort bietet oder belastet. Für Alltag, Sport oder sensible Haut lohnt es sich, auf natürliche Fasern wie Baumwolle, Modal oder Bambus zu setzen, ergänzt durch einen kleinen Stretchanteil. Die Passform sollte Bewegungsfreiheit erlauben und Reibung vermeiden, während die Pflege die Qualität langfristig erhält. Die beste Unterwäsche ist kaum spürbar, unterstützt die Hautgesundheit und sorgt dafür, dass sich der Körper den ganzen Tag über wohlfühlt – zuverlässig und komfortabel.

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