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Trendsportarten 2026: Pilates, Barre, Lagree & Co. – Welche Sportart passt zu Ihnen?

Trendsportarten 2026: Pilates, Barre, Lagree & Co. – Welche Sportart passt zu Ihnen? Trendsportarten 2026: Pilates, Barre, Lagree & Co. – Welche Sportart passt zu Ihnen?
Statt im Alleingang ins Fitnessstudio geht es heute vor allem um eines: gemeinschaftliche Workouts. (Foto: Getty Images)

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Ob Pilates, Yoga oder Lagree – dank flexibler Kurszeiten findet jede Freundinnengruppe einen gemeinsamen Termin und ersetzt längst das wöchentliche Kaffee-Date. Wir stellen Ihnen die derzeit gefragtesten Trendsportarten vor – und verraten, welche am besten zu Ihnen passt.

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Pilates boomt, Running erlebt eine Renaissance, Lagree gilt als das neue Power-Workout und Boutique-Studios für Barre oder Indoor Cycling eröffnen in immer mehr deutschen Städten. Heute sind Fitness und Bewegung von vielen Teil eines modernen, gesunden Lifestyles. Allerdings geht es nicht darum, möglichst viele Kalorien zu verbrennen; viele Frauen suchen nach Trainingsformen, die Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer fördern, ohne den Körper unnötig zu belasten.
Bemerkenswert ist das steigende Interesse für Sportarten, die die Muskelmasse erhalten, die Gelenke schonen und sich langfristig in den Alltag integrieren lassen. Doch worin unterscheiden sich Pilates, Barre, Lagree, Indoor Cycling, Yoga und Running eigentlich? Und welche Trendsportart eignet sich für wen?

1. Reformer Pilates

Pilates zählt seit Jahren zu den beliebtesten Fitness-Trends – und erlebt aktuell insbesondere als Reformer Pilates, bei der man auf einem federbasierten Gerät trainiert, einen regelrechten Hype. Trainiert wird auf einem schlittenähnlichen Gerät mit Federn, Seilzügen und einer beweglichen Plattform, deren Widerstand individuell angepasst werden kann. Dadurch lassen sich sowohl sanfte als auch anspruchsvolle Ganzkörperübungen ausführen. Im Gegensatz zur Matte führt der Reformer die Bewegungen und fordert gleichzeitig mehr Stabilität und Kontrolle. Genau diese Kombination macht das Training so attraktiv: Es wirkt intensiv, ohne die Gelenke stark zu belasten, und eignet sich deshalb sowohl für Einsteigerinnen als auch für erfahrene Sportlerinnen. Entwickelt wurde Pilates bereits in den 1920er-Jahren vom deutschen Sporttrainer Joseph Pilates. Sein Ansatz, den er selbst „Contrology“ nannte, beruhte auf der Überzeugung, dass eine starke Körpermitte die Grundlage für gesunde Bewegungen bildet. Im Fokus stehen deshalb langsame, kontrollierte Übungen, die insbesondere die tief liegende Rumpfmuskulatur aktivieren. Pilates bietet viele Vorteile: Das Training schont die Gelenke, stärkt Rücken und Beckenboden und lässt sich unabhängig vom Fitnesslevel praktizieren. Auch Studien zeigen, dass regelmäßiges Training die Rumpfkraft, Balance, Beweglichkeit und Körperhaltung verbessern kann.

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2. Barre

Der Name verrät bereits den Ursprung: Barre ist das französische Wort für „Stange“ und bezeichnet die Ballettstange, an der ein Großteil des Trainings stattfindet. Der Sport kombiniert Elemente aus klassischem Ballett, Pilates und funktionellem Krafttraining. Die Trainingsmethode entstand Ende der 1950er-Jahre in London, als die deutsche Tänzerin Lotte Berk nach einer Rückenverletzung ein neues Bewegungskonzept entwickelte. Dafür kombinierte sie Elemente des klassischen Balletts mit Übungen aus Physiotherapie – später flossen auch Einflüsse aus Yoga und Pilates ein. Statt großer Bewegungen stehen kleine, präzise Wiederholungen im Mittelpunkt. Das kräftigt insbesondere Beine, Gesäß und Körpermitte. Ergänzt wird das Workout häufig durch Matten, kleine Hanteln, Pilates-Bälle oder Widerstandsbänder. Charakteristisch sind isometrische Halteübungen, bei denen die Muskulatur über längere Zeit unter Spannung bleibt – das berühmte Muskelzittern gehört für viele Barre-Fans dazu. Von dem Barre-Boom profitieren heute auch viele Tanzstudios: Anders als klassischer Ballettunterricht setzt das Training keine tänzerischen Vorkenntnisse voraus. Wer sich schon immer interessiert, aber nie für ein Balletttraining angemeldet hätte, findet über Barre einen niedrigschwelligen Einstieg.

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3. Lagree

Lagree wird oft als die intensivere Schwester des Reformer Pilates bezeichnet – wahrscheinlich, weil auch hier auf einem Gerät mit Seilzügen und Federn trainiert wird, dem sogenannten Megaformer. Entwickelt wurde Lagree Anfang der 2000er-Jahre in Los Angeles vom Franzosen Sébastien Lagree. Ziel ist ein hochintensives Ganzkörper-Workout, das Kraft, Ausdauer und Stabilität in einer einzigen Einheit vereint. Das Besondere ist das Prinzip der sogenannten „Time under Tension“: Die Übungen werden extrem langsam und kontrolliert ausgeführt, sodass die Muskulatur über einen möglichst langen Zeitraum unter Spannung bleibt. Eine einzelne Bewegung kann bis zu einer Minute dauern. Hinzu kommen fließende Übergänge zwischen den Übungen, wodurch der Puls dauerhaft erhöht bleibt und Kraft- und Ausdauertraining miteinander verschmelzen. Genau diese Kombination macht Lagree derzeit zu einem der gefragtesten Workouts weltweit. Während klassische Krafttrainings häufig mit schweren Gewichten arbeiten und HIIT-Kurse auf explosive Bewegungen setzen, fordert Lagree den gesamten Körper, ohne die Gelenke durch Sprünge oder abrupte Richtungswechsel stark zu belasten. Das macht die Methode besonders attraktiv für Menschen, die intensiv trainieren möchten, aber Wert auf eine gelenkschonende Ausführung legen.

Geeignet für: Fortgeschrittene, Kraftausdauer und Ganzkörpertraining.

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4. Indoor Cycling

Dass Indoor Cycling heute weit mehr ist als ein klassischer Spinning-Kurs, ist vor allem den Amerikanerinnen Julie Rice und Elizabeth Cutler zu verdanken. Mit SoulCycle schufen sie 2006 in New York ein Konzept, das Fitness und Lifestyle miteinander verband und bis heute weltweit kopiert wird. Seither inszenieren Studios das Training als Erlebnis: sorgfältig kuratierte Playlists und gedimmtes Licht sorgen für eine Atmosphäre, die eher an einen exklusiven Club als an ein Fitnessstudio erinnert. Für viele ersetzt die Stunde auf dem Rad inzwischen den Freitagabend im Nachtleben – mit einem Unterschied: Statt eines Katers gibt es einen Endorphinrausch. Doch der Hype hat auch sportwissenschaftliche Gründe. Indoor Cycling zählt zu den effektivsten Ausdauertrainings überhaupt. Je nach Intensität werden Herz und Kreislauf gestärkt, die Sauerstoffaufnahme verbessert und die Bein- und Gesäßmuskulatur gekräftigt. Regelmäßiges Ausdauertraining unterstützt die Herz-Kreislauf-Gesundheit, die mit zunehmendem Alter an Bedeutung gewinnt, und lässt sich dank individuell einstellbarer Widerstände an jedes Fitnessniveau anpassen. Wer Indoor Cycling zusätzlich mit Krafttraining oder Pilates kombiniert, schafft eine ausgewogene Trainingsroutine aus Ausdauer, Muskelaufbau und Stabilität.

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5. Yoga

Kaum eine Bewegungsform hat sich so beständig neu erfunden wie Yoga. Seine Wurzeln reichen mehrere tausend Jahre zurück und liegen in Indien, wo Yoga ursprünglich als philosophische und spirituelle Praxis entstand. Das Wort stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „verbinden“ oder „vereinen“ von Körper, Geist und Atmung.
Im Mittelpunkt stehen die sogenannten Asanas wie der herabschauende Hund, der Krieger oder der Kopfstand (Sirsasana). Je nach Stil kann Yoga meditativ und ruhig oder körperlich durchaus anspruchsvoll sein. Während beim sanften Yin Yoga Positionen mehrere Minuten gehalten werden, fordern dynamische Richtungen wie Vinyasa oder Ashtanga Kraft, Koordination und Ausdauer. Regelmäßiges Yoga kann Beweglichkeit, Balance und Muskelkraft verbessern sowie Stress reduzieren und die Schlafqualität fördern. Gerade deshalb bietet die Praxis für viele einen Ausgleich zu einem oft hektischen Alltag: Sie hilft, Verspannungen zu lösen, das Körpergefühl zu stärken und bewusster mit den eigenen Energieressourcen umzugehen. Mit der weltweiten Popularität von Yoga wächst allerdings auch die Kritik daran, dass die indische Tradition im Westen häufig auf ein reines Fitnessprogramm reduziert wird. Vertreter der indischen Yoga-Community betonen, dass Yoga weit mehr ist als körperliche Übungen: Es versteht sich als philosophische und spirituelle Lebenspraxis, zu der unter anderem Meditation, Atemtechniken und ethische Grundsätze gehören. Für viele Praktizierende ist das ein Anlass, sich nicht nur mit den Asanas auf der Matte, sondern auch mit den kulturellen Wurzeln der Tradition auseinanderzusetzen.

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6. Running

Lange galt Joggen als Einzelsport. Heute erlebt es eine Renaissance als Gemeinschaftserlebnis dank Running-Clubs und Sozialen Medien. Statt Bestzeiten und Wettkampfdruck stehen häufig Austausch, Motivation und das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund. Die Begeisterung kommt nicht von ungefähr: Laufen gehört zu den effektivsten Ausdauersportarten überhaupt. Es stärkt Herz und Kreislauf, verbessert die Ausdauer und kann das Risiko für zahlreiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Gleichzeitig werden beim Laufen Endorphine ausgeschüttet, die Stress abbauen und das Wohlbefinden steigern können. Für viele bietet der Sport zudem einen niedrigschwelligen Einstieg in einen aktiveren Alltag. Anders als bei vielen anderen Trendsportarten braucht es zu Beginn weder ein teures Studio-Abo noch aufwendiges Equipment. Ein gutes Paar Schuhe genügt, trainiert werden kann nahezu überall und unabhängig von festen Kurszeiten. Apps wie Strava, Nike Run Club oder Adidas Running zeichnen Laufstrecken auf, dokumentieren Fortschritte und ermöglichen es, Erfolge mit Freundin oder der Community zu teilen. Der Reiz des Laufens liegt heute oft jenseits der Stoppuhr. Viele wollen beim Laufen den Kopf freizubekommen, den Alltag hinter sich lassen oder die Gedanken ordnen. Andere entdecken beim Laufen ihre Stadt neu oder begleiten die Strecke mit Musik oder Podcasts. Running wird so zu einem Moment, der auch Raum für mentale Erholung schafft.

Geeignet für: Herz-Kreislauf-Gesundheit, Ausdauer und mentale Erholung.

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Welche Trendsportart ist die beste?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Wer gezielt Muskulatur aufbauen möchte, findet in Lagree oder Barre intensive Trainingsformen. Pilates eignet sich besonders zur Stärkung der Körpermitte und einer besseren Haltung, Yoga verbindet Kraft mit Regeneration, Indoor Cycling verbessert die Ausdauer bei geringer Gelenkbelastung und Running bleibt einer der unkompliziertesten Wege zu mehr Bewegung.
Der eigentliche Trend heißt jedoch nicht Pilates oder Lagree, sondern Beständigkeit. Immer mehr Menschen trainieren heute nicht mehr für den perfekten Körper oder die nächste Bestzeit, sondern mit dem Ziel, langfristig gesund, beweglich und leistungsfähig zu bleiben. Die beste Sportart ist deshalb diejenige, die Spaß macht und sich dauerhaft in den eigenen Alltag integrieren lässt.
 
Wer die passende Sportart gefunden hat, muss nicht jeden Tag Höchstleistungen erbringen. Entscheidend ist vor allem Regelmäßigkeit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen, sich möglichst täglich zu bewegen und pro Woche mindestens 150 bis 300 Minuten moderat körperlich aktiv zu sein. Dazu zählt nicht nur Sport: Auch Treppensteigen, Radfahren oder längere Spaziergänge leisten einen wichtigen Beitrag zu einem aktiven Lebensstil. Rund 10.000 Schritte täglich gelten dabei als hilfreicher Orientierungswert. Mindestens genauso wichtig wie die Bewegung selbst sind jedoch ausreichende Erholungsphasen. Muskeln und Gelenke brauchen Zeit, um sich an die Belastung anzupassen. Wer seinem Körper keine Regeneration gönnt, erhöht das Risiko für Überlastungen, Verletzungen und langfristig sogar einen Leistungsabfall. Besonders intensive Trainingseinheiten sollten deshalb durch ruhigere Tage oder sanfte Bewegungsformen wie Spaziergänge, Mobility-Training oder Yoga ergänzt werden.
 
Gerade beim Einstieg gilt: Weniger ist oft mehr. Wer das Trainingspensum langsam steigert, bleibt meist motivierter und beugt Beschwerden vor. Der größte Fitness-Trend unserer Zeit ist deshalb vielleicht gar keine bestimmte Sportart, sondern die Erkenntnis, dass Gesundheit vor allem von Kontinuität lebt.

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