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Statt klassischer, ausgewogener Silhouetten setzen Designer*innen jetzt bewusst auf Ungleichgewicht. Schräge Ausschnitte, ungleichlange Säume, One-Shoulder-Designs oder asymmetrische Drapierungen prägen die Looks. Auf den Laufstegen, beispielsweise bei Michael Kors, Balenciaga oder Alaïa, zeigt sich der Trend in vielen Varianten.
Symmetrie gilt in der Regel als ästhetisch und optisch ansprechend, da ein perfektes und ordentliches Design als harmonisch wahrgenommen wird. Asymmetrie hingegen wirkt künstlerisch und avantgardistisch. Sie verleiht schlichten Outfits Tiefe und mehr Dimension. Einer der Gründe, warum dieser Trend aktuell aufkommt, ist, dass wir in einer Zeit leben, in der Perfektionismus auf Social Media die Schönheitsideale und Normen prägt. Die Asymmetrie bricht diese geraden und eher strengen Linien auf und bringt Individualität und etwas Persönlichkeit in die Mode.
So können Sie den Trend nachstylen
Im Alltag und bei lässigen Looks kann dieser Trend einfach umgesetzt werden, denn es benötigt meist nur wenige Details. Kelly Rutherford zeigt, wie einfach sich Asymmetrie in den Alltagslook integrieren lässt – und das mit nur einem coolen Accessoire. Hier trägt die Schauspielerin eine Tasche von Entrudo, deren Fransen die Asymmetrie betonen und einen Wow-Effekt kreieren.
Philippine Leroy Beaulieu trägt wiederum ein Kleid von Schiaparelli, das elegant und asymmetrisch über die rechte Schulter verläuft. Auf den zweiten Blick fällt außerdem auf, dass die Asymmetrie bei dieser Abendrobe ein wiederkehrendes Attribut ist: Auch der Schlitz im unteren Teil des Kleides öffnet sich geometrisch und verleiht dem Look Harmonie, obwohl „unperfekte“ Schnitte enthalten sind.
Lily Collins Look von Magda Butrym weist eine eher subtile Asymmetrie auf. Das Kleid wirkt im Gesamtbild symmetrisch, nur der Saum verläuft schräg und erzeugt dadurch Spannung. Insbesondere diese Art von subtiler Asymmetrie liegt im Sommer 2026 besonders im Trend, wie es auch die Frühling/Sommer-Kollektionen 2026 gezeigt haben.
Looks mit asymmetrischen Elementen schmeicheln der Figur und können selbst schlichte Outfits schnell aufwerten und besonders wirken lassen. Ob Rock, Kleid, Oberteil, Accessoire oder Schmuck: alle Varianten sind willkommen, und es gibt keine Do's und Don'ts, denn die Quintessenz des Trends ist es, das „Unperfekte“ zu zelebrieren und wertzuschätzen.