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Einen Großteil unserer Zeit verbringen wir in geschlossenen Räumen, laut dem Anbieter für Luftreinigungstechnologie Coway sogar bis zu 90 Prozent. Beim Schlafen, Arbeiten und besonders an kalten Tagen bleiben wir auch nach Feierabend gerne drinnen. Doch die Raumluft mit der wir uns umgeben ist oftmals stickig, trocken oder schwül. Frische Luft kommt dabei oftmals zu kurz, und das zeigt sich auch an unserer Haut: sie wirkt fahl und spannt und reagiert empfindlicher auf Umwelteinflüsse.
Wieso das Problem in der Luft liegt
Die Ursache suchen wir oft bei unseren Pflegeprodukten, doch ein Faktor wird dabei übersehen: unsere unmittelbare Umgebung. Denn neben UV-Strahlung können auch Feinstaub, Pollen, flüchtige organische Verbindungen (VOC) und eine zu geringe Luftfeuchtigkeit unsere Hautbarriere langfristig belasten.
Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und 60 Prozent. Liegt der Wert darunter, ist die Luft zu trocken, und die Haut verliert Feuchtigkeit und spannt. Auch ein hoher Feinstaubanteil in der Luft belastet die Haut. Besonders kleine Feinstaubpartikel (PM2,5) transportieren Schadstoffe und fördern die Bildung sogenannter freier Radikale. Dieser oxidative Stress kann Entzündungen begünstigen, Hautzellen schädigen und die vorzeitige Hautalterung fördern.
Das können Sie für ein hautfreundliches Raumklima tun
Die gute Nachricht ist: wir sind unserer Umgebung nicht wehrlos ausgesetzt. Schon durch kleine Veränderungen im Alltag können Sie das Raumklima verbessern und ihre Haut entlasten.
1. Regelmäßiges Stoßlüften
Lüften ist das A und O und dabei ein echter Allrounder. Es hilft gegen zu trockene, aber auch gegen zu feuchte Luft, reduziert Schadstoffe und verbessert die Luftqualität.
2. Schadstoffe minimieren
Ob Duftkerze, Haarspray oder Putzmittel – viele Alltagsprodukte können flüchtige organische Verbindungen (VOC) freisetzen und so die Raumluft belasten. Achten Sie beim Kauf möglichst auf schadstoffarme Produkte und lüften Sie nach der Verwendung gut.
3. Luftreiniger nutzen und Hausstaub entfernen
Feinstaub und Hausstaub sammeln sich auf Möbeln, Böden und Textilien. Regelmäßiges Staubwischen und Staubsaugen helfen dabei, die Belastung zu verringern. In Haushalten mit hoher Feinstaubbelastung kann zusätzlich ein Luftreiniger sinnvoll sein.
4. Zimmerpflanzen
Zimmerpflanzen sind nicht nur dekorativ, sondern können auch zu einem angenehmen Raumklima beitragen und die Luftfeuchtigkeit leicht erhöhen.
So schützen Sie Ihre Haut
Schönere und gesündere Haut ist also nicht nur eine Frage der richtigen Creme, sondern auch eine der richtigen Umwelt. Berliner Dermatologe Florian Nitsch erklärt: „Gute Pflege bleibt die Basis. Gleichzeitig sollte man Hautgesundheit ganzheitlich betrachten.“ Indem Sie bewusst auf ein gutes Raumklima achten, unterstützen Sie Ihre Hautbarriere von außen und schaffen die idealen Bedingungen für Ihre tägliche Pflege. Wer regelmäßig lüftet, Schadstoffe reduziert und der Haut reichlich Feuchtigkeit schenkt, legt den Grundstein für einen strahlenden, gesunden Teint – ganz ohne zusätzliche Pflegeschritte.