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Elizabeth Taylor war ein wandelndes Symbol für Glamour, Selbstbewusstsein und zeitlose Eleganz. Ihr Stil prägte die Ästhetik ihrer Zeit: opulente Roben, funkelnder Schmuck und eine unverwechselbare Präsenz machten sie zur Stilreferenz über Jahrzehnte hinweg. Wir werfen einen genaueren Blick auf die Elemente, die Elizabeth Taylors Look so einzigartig machten – und warum er bis heute nachwirkt.
Wer war Elizabeth Taylor?
London, 1932: Elizabeth Taylor wurde zwar in Großbritannien geboren, zog aber schnell mit ihrer Familie nach Los Angeles. Der Grund? Ihre Mutter war früher Schauspielerin und wollte denselben Karriereweg für ihre Tochter. Und das mit Erfolg. Elizabeth Taylor ergatterte einen Vertrag in Hollywood und war schon ab dem Alter von zehn Jahren als Kinderstar auf der Leinwand zu sehen. Der Grundstein für eine steile Karriere, mit spektakulären Rollen wie die der Kleopatra (1963), war gelegt. Für diesen Film bekam sie eine Million Dollar als Gage und schrieb damit Geschichte. Trotz Klatsch und Tratsch, insgesamt acht Ehen mit sieben Männern und Hollywood-Drama spielte sich Elizabeth Taylor mit ihrem Talent in die Herzen ihrer Fans – und mit ihrem Sinn für Mode und Ästhetik, der von ihrer sorgsam kuratierten Schmucksammlung vervollständigt wurde. Los Angeles, 2011: Elizabeth Taylor starb mit 79 Jahren. Der Grund dafür war Herzversagen. Doch ihre unvergleichbare Eleganz machte sie unsterblich.
Elizabeth Taylors Modestil
Auch abseits der Leinwand und den Kostümen für ihre teilweise sehr royalen Rollen, schaffte es Elizabeth Taylor, ihr persönliches Gespür für Kleidung unter Beweis zu stellen. Ganz im Stil der Fifties und Sixties trug sie oft Pastelltöne, raffinierte Kostüme, spitz zulaufende Kitten Heels und Statement-Accessoires wie geschmückte oder bicolore Hüte und luxuriöse Henkeltaschen. Chiffon und Pelz dominierten ebenfalls ihre Garderobe. Obwohl sie sich zeitgemäß kleidete, hielt Elizabeth Taylor wenig von schnelllebigen Trends. Über die Jahrzehnte gelang es ihr immer mehr, ihren eigenen, glamourösen Geschmack zu zeigen, ohne dabei überladen zu wirken.
Florale Applikationen, extravagante Abendroben und dazu immer funkelnde Schmuckstücke aus ihrer eigenen Sammlung machten sie zu einer echten Stil-Ikone. Ihr Fokus lag immer auf hochwertigen Materialien, auf besonderen Schnitten und auf den kleinsten Details, wie der Faltenlegung, Pailletten oder Taillierung. Ihre Looks vereinten sinnliche Weiblichkeit mit messerscharfer Stärke und transportierten so die vielschichtigen Charakterzüge von Elizabeth Taylor nach außen. Bei ihren acht Hochzeiten trat sie deshalb auch nicht immer in klassischem Weiß vor den Altar. Sie heiratete in Khaki, in Buttergelb, und sogar in einem Kleid mit Farbdegradé von Türkis über Rosa bis Gelb. Eleganz war eine von Taylors Stärken, dabei blieb sie aber nicht erwartbar und klassisch, sondern immer in einem Spannungsfeld zwischen mutiger Extravaganz und einem selbstverständlichen Individualitätsausdruck. Natürlich wussten auch ihre Männer von ihrer Liebe zur Mode. Viele spektakuläre Unikate aus der Welt der Haute Couture bekam sie daher von ihren Verehrern geschenkt. Sie schreckte nicht vor Farbe zurück, sondern nutzte sie für sich, um ihre Persönlichkeit zu unterstreichen.
Die spektakuläre Schmucksammlung
Wüssten wir es nicht besser, könnte man annehmen, Marilyn Monroes Klassiker „Diamonds Are a Girl's Best Friend“ handle von Elizabeth Taylor. Ihre Juwelen verstaubten nämlich nicht in ihrem Schrank oder in einem Safe, sondern sie trug ihre Schätze bei ihren Filmrollen, zu offiziellen Anlässen und privat. In einem Interview mit „People“ sagte die Hollywood-Ikone sogar, dass sie ihre Schmuckstücke nachts besuche und neu sortiere, wenn sie nicht schlafen könne. Wie beste Freunde, die Sicherheit, Ruhe und Trost spenden. Seltene Edelsteine, besondere Schliffe und avantgardistischer Diamantschmuck gehörten genauso zu Elizabeth Taylor wie ihre hypnotisierenden lilafarbenen Augen mit dem doppelten Wimpernkranz, einem Gen-Defekt, und ihren Smokey Eyes, die sie fast immer selbst schminkte.
Nicht nur ihr Aussehen, ihr Talent und ihre Ausstrahlung waren von unschätzbarem Wert: Zu ihren teuersten Besitztümern gehörten der „Taylor-Burton“-Diamant mit 69,42 Karat, der „Krupp-Diamant“ mit 33,19 Karat und die „La Peregrina“-Perle. Nach ihrem Tod versteigerte das Auktionshaus Christie's ihre Schmucksammlung für insgesamt 137 Millionen Dollar. Private Sammler besitzen jetzt Elizabeth Taylors berühmte Diamanten, Perlen und Edelsteine. Viele Schmuckstücke werden für Red Carpets an Schauspieler und Celebrities verliehen, um das Erbe der unangefochtenen Hollywood-Königin an geeigneter Stelle weiterzutragen. Das römische Schmuckhaus Bulgari beispielweise ersteigerte eine Smaragdkette zurück, die heute verliehen wird, die Schmuck-Maison Cartier ebenso mit einer Halskette aus Rubinen und Diamanten.