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Der Sommer neigt sich dem Ende zu, morgens ist plötzlich wieder eine Jacke nötig und die ersten Strickteile wandern zurück in unsere Garderobe. Nur von unseren Sommerkleidern möchten wir uns noch nicht so recht verabschieden. – Und das müssen wir zum Glück auch nicht.
Statt die Garderobe beim ersten Temperatursturz komplett auszutauschen, kombinieren wir jetzt Sommer und Herbst miteinander. Schließlich zeichnet sich die Übergangszeit modisch vor allem durch eines aus: Wir können wieder mehrere Schichten tragen, ohne dass das gesamte Outfit gleich unter dem Wintermantel verschwindet. Layering macht es möglich, selbst leichte Kleider noch ein paar Wochen länger auszuführen. Mit diesen vier Styling-Tricks gelingt der Saisonwechsel besonders einfach.
1. Layering: Mit dem Zwiebellook wird das Sommerkleid herbsttauglich
Im Sommer soll ein Kleid vor allem eines: möglichst unkompliziert funktionieren. Anziehen, Schuhe dazu, fertig. Im Herbst darf es ein bisschen mehr sein. Denn jetzt wird das Sommerkleid zur Grundlage für verschiedene Schichten.
Besonders gut funktioniert das bei Slipdresses und ärmellosen Kleidern. Statt sie wie im Sommer solo zu tragen, ziehen wir ein Longsleeve oder einen dünnen Rollkragenpullover darunter. Das sorgt für zusätzliche Wärme; mit dem Twist, dass auch ein elegantes Slipdressplötzlich alltagstauglich wird.
Je nach Temperatur kann darüber wiederum ein Blazer, eine Lederjacke oder ein Trenchcoat getragen werden. So lässt sich der Look im Laufe des Tages unkompliziert anpassen – schließlich können die Temperaturen im Herbst zwischen dem morgendlichen Weg ins Büro und dem Nachmittag in der Sonne beträchtlich schwanken.
Besonders schön wird Layering, wenn verschiedene Texturen aufeinandertreffen. Feiner Rippstrick unter glänzender Seide, ein Baumwollshirt unter Spitze oder ein geradliniger Blazer über einem verspielten Blumenkleid sorgen für einen abwechslungsreichen Look.
2. Stulpen, Kniestrümpfe und Schals: Accessoires für das Herbst-Update
Manchmal braucht ein Sommerkleid gar kein komplettes Styling-Makeover. Ein paar gezielt eingesetzte Accessoires reichen aus, um den Look der neuen Jahreszeit anzupassen.
Besonders geeignet sind Kniestrümpfe und Stulpen. Ein kurzes Sommerkleid, das im August noch mit nackten Beinen und Sandalen getragen wurde, bekommt mit Loafern und Kniestrümpfen eine andere Attitude. Stulpen lassen sich wiederum zu Ballerinas, Sneakern oder Boots kombinieren und bringen eine zusätzliche Schicht ins Outfit.
Wer es klassischer mag, greift zur Strumpfhose. An milderen Herbsttagen genügt bereits eine transparente Variante. Neben Schwarz passen auch Dunkelbraun, Grau und Bordeaux wunderbar zu herbstlichen Looks.
Und dann wäre da natürlich noch der Schal. Ein großzügiges Modell aus Wolle oder Kaschmir kann selbst ein sehr leichtes Kleid optisch in Richtung Herbst bewegen. Dazu werden die Basttasche und Sandalen gegen eine Ledertasche und geschlossene Schuhe getauscht.
Der Vorteil: Accessoires lassen sich morgens einpacken und im Laufe des Tages ablegen. Gerade in der Übergangszeit, in der sich 12 Grad am Morgen und 20 Grad am Nachmittag abwechseln können, ist das nicht ganz unwichtig.
3. Kleid über Hose: Der Layering-Trick für Mode-Mutige
Wer beim Layering noch einen Schritt weitergehen möchte, trägt das Sommerkleid im Herbst einfach über einer Hose. Wer ein modisches Déjà-vu erlebt, liegt richtig: Schon in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren gehörte die Kombination fest zum Y2K-Look. Damals wurden vor allem Mini- und Slipdresses über Jeans oder Capris getragen. Nun ist der Look wieder fester Bestandteil im europäischen Streetstyle.
Entscheidend ist das Spiel mit Silhouetten und Materialien. Ein kurzes, verspieltes Kleid kann beispielsweise über einer lässigen Wide-Leg-Jeans getragen werden. Besonders spannend wirkt auch zarte Spitze zu festem Denim. Ein Slipdress lässt sich dagegen mit einer geraden Stoffhose oder einer eleganten Anzughose kombinieren.
Wer den Look zum ersten Mal ausprobiert, kann sich zunächst an eine gemeinsame Farbfamilie halten. Ein schwarzes Slipdress über einer schwarzen Hose wirkt zurückhaltender als ein gemustertes Kleid über farbigem Denim. Auch bei den Proportionen lohnt sich etwas Balance: Ist das Kleid sehr voluminös, darf die Hose darunter schmaler ausfallen. Ein gerades oder kurzes Kleid verträgt dagegen eine weitere Hose.
An wärmeren Tagen in der Übergangszeit können sogar Capris zum Einsatz kommen. Zusammen mit einem Slip- oder Neckholderkleid entsteht ein Look mit deutlichen Y2K-Anklängen.
4. Woll-Cardigans: Der Klassiker zum Sommerkleid
Wer morgens nicht lange über Layering-Kombinationen nachdenken möchte, braucht eigentlich nur einen guten Cardigan, wie man an Prinzessin Diana sieht. Besonders Modelle aus Wolle oder Kaschmir sind ideal, um leichte Kleider in die Übergangszeit mitzunehmen.
Dabei darf der Kontrast ruhig sichtbar sein. Ein grober Woll-Cardigan über einem feinen Slipdress funktioniert gerade deshalb so gut, weil die Materialien eigentlich aus zwei unterschiedlichen Jahreszeiten zu stammen scheinen. Gleiches gilt für romantische Kleider aus Spitze oder luftige Baumwollmodelle: Schwerer Strick nimmt ihnen etwas von ihrer sommerlichen Leichtigkeit.
Kurze Cardigans eignen sich besonders gut zu Kleidern mit ausgestelltem Rock, weil sie die Taille sichtbar lassen. Ein längeres Oversized-Teil wirkt dagegen lässig zu schmalen Midi- und Maxikleidern. Wer es eleganter mag, wählt einen feiner gestrickten Cardigan und trägt ihn geschlossen, fast wie ein Pullover.
Der Woll-Cardigan ist schnell übergeworfen, lässt sich unterwegs wieder ausziehen und funktioniert zu fast jedem Kleid im Schrank. An besonders kühlen Tagen kommen zusätzlich Strumpfhose, Boots und Schal dazu.