Sie gehören jetzt schon seit einiger Zeit zu den Stars der Hautpflege. Jetzt kommen Peptide, wie zuvor Hyaluronsäure und Niacinamid, auch immer häufiger in der Haircare zum Einsatz. Der Trend-Wirkstoff funktioniert wie ein Personal Trainer fürs Haar, indem er den Zellen Arbeitsaufträge erteilt: „Mehr Kollagen, bitte!“ zum Beispiel. So wird die Kopfhaut aktiviert, Reparaturprozesse werden gestartet und das Wachstum angekurbelt und damit die Haarstruktur gestärkt.
Peptide sind winzige Eiweißmoleküle, die als essenzielle Bausteine von Kollagen, Elastin und Keratin eine wichtige Rolle für die Struktur von Haut und Haaren spielen. Sie kommen natürlich im Körper vor und haben je nach Zusammensetzung unterschiedliche Funktionen. Inzwischen sind sie auch in immer mehr Seren, Masken und Leave-in-Produkten für Haare und Kopfhaut enthalten und erzielen eine ganze Reihe positiver Effekte.
„Bestimmte Peptide können den Haarschaft glänzender und widerstandsfähiger machen“, erklärt der auf Haarmedizin spezialisierte Dermatologe Dr. Andreas Finner. Sie kitten gezielt Schäden an den Haarfasern, wodurch diese stärker und seidiger wirken. Auch Haarbruch wird so reduziert. Einige Peptide binden Feuchtigkeit ähnlich wie Hyaluronsäure, was für geschmeidige, hydratisierte Haare sorgt. Andere wirken antioxidativ und können Mähne und Kopfhaut vor Umweltstress und freien Radikalen schützen. Zusätzlich fungieren die Multitalente an der Kopfhaut als eine Art Botenstoffe, die den Zellen signalisieren, das Wachstum anzuregen. Außerdem helfen sie, die Durchblutung der Kopfhaut zu fördern, sodass die Haarwurzeln besser mit Nährstoffen versorgt werden. Laut Dr. Finner steht die Forschung zu Peptiden in der Haircare noch am Anfang. Die Liste der Vorteile fürs Haar könnte also durchaus noch länger werden.