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Kaum steigen die Temperaturen, verändert sich auch die Haut: Sie produziert mehr Talg, beginnt schneller zu schwitzen und lässt Foundation, Concealer oder Mascara deutlich schneller verschwinden. Das bedeutet allerdings nicht, dass man im Sommer komplett auf Make-up verzichten muss. Entscheidend sind die richtige Vorbereitung, leichte Texturen und einige Tricks, auf die auch professionelle Make-up-Artists bei Shootings oder Fashion Weeks setzen.
1. Hautpflege ja – aber bitte leicht
Der größte Fehler passiert oft schon vor dem Schminken: Zu reichhaltige Cremes können dazu führen, dass Foundation schneller verrutscht. Viele Make-up-Artists – darunter Hung Vanngo, der unter anderem mit Stars wie Scarlett Johannson und Selena Gomez arbeitet – setzen im Sommer lieber auf leichte Feuchtigkeitsseren und Gel-Cremes, die die Haut hydratisieren, ohne einen Film zu hinterlassen.
2. Primer nur dort verwenden, wo er wirklich nötig ist
Ein häufiger Irrtum ist das gesamte Gesicht mit Primer einzucremen. Viele Profis tragen Primer gezielt nur auf die T-Zone auf, um überschüssigen Glanz zu kontrollieren und Poren optisch zu verfeinern.
3. Weniger Foundation, mehr Skin Tint
Im Sommer gilt: Je leichter die Textur, desto besser hält sie meist. Celebrity-Make-up-Artist Mary Phillips setzt häufig auf dünne Schichten statt auf maximale Deckkraft. Rötungen oder Unreinheiten werden anschließend nur punktuell mit Concealer ausgeglichen.
4. Concealer nur punktuell einsetzen
Statt das gesamte Gesicht mit mehreren Produkten zu beschichten, arbeiten Profis möglichst gezielt. Concealer kommt nur unter die Augen, an die Nasenflügel oder auf kleine Rötungen. So bleibt das Finish leichter und deutlich haltbarer.
5. Cremeprodukte statt Puder – mit einer Ausnahme
Cream Blush und Cremebronzer verschmelzen bei Hitze oft schöner mit der Haut als pudrige Produkte. Nur dort, wo die Haut besonders glänzt – meist auf Stirn, Nase und Kinn –, empfehlen viele Make-up-Artists ein leichtes Transparentpuder.
6. Fixierspray ist der letzte Schritt – nicht der erste
Fixiersprays sind im Sommer fast unverzichtbar. Make-up-Artist Charlotte Tilbury empfiehlt, das Spray aus etwas Abstand in X- und T-Bewegungen aufzusprühen, damit das gesamte Gesicht gleichmäßig benetzt wird.
7. Blotting Papers statt ständig nachpudern
Viele greifen unterwegs automatisch zum Puder. Das kann das Make-up jedoch schwer und fleckig wirken lassen. Eine bessere Variante ist es, den überschüssigen Talg zunächst mit Blotting Papers zu entfernen und anschließend nur nur bei Bedarf leicht nachzupudern.
8. Wasserfeste Produkte gezielt einsetzen
Nicht jedes Produkt muss waterproof sein. Wasserfeste Formeln versiegeln die Haut und fördern dadurch starkes Schwitzen („Cakey-Effekt“). Eine tägliche Anwendung führt zudem zum Austrocknen der Haut. Sinnvoll sind wasserfeste Produkte vor allem bei Mascara, Eyeliner und Augenbrauenprodukten. So bleibt der Look auch bei Hitze oder hoher Luftfeuchtigkeit länger frisch.
9. Lippen lieber mit Tints als mit schweren Lippenstiften schminken
Gloss und cremige Lippenstifte verschwinden im Sommer oft besonders schnell. Lip Tints oder getönte Balms hinterlassen hingegen einen langanhaltenden Farbeffekt und fühlen sich leichter an.
10. Der wichtigste Profi-Trick: dünne Schichten
Egal ob Foundation, Concealer oder Blush – fast alle prominenten Make-up-Artists verfolgen denselben Grundsatz: Lieber mehrere hauchdünne Schichten aufbauen als eine dicke. Dadurch verschmelzen die Produkte besser mit der Haut und halten deutlich länger – selbst an heißen Sommertagen.