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Kulturtipps: Schauspielerin Diane Kruger gibt Einblicke in ihre persönlichen Favoriten

Kulturtipps: Schauspielerin Diane Kruger gibt Einblicke in ihre persönlichen Favoriten Kulturtipps: Schauspielerin Diane Kruger gibt Einblicke in ihre persönlichen Favoriten
Diane Kruger auf dem Cannes Film Festival 2025. (Foto: Monica Schipper/Getty Images)

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Diane Kruger teilt ihre ganz persönlichen Kultur-Tipps.

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Schauspielerin Diane Kruger erzählt, wie Ballett ihr geholfen hat, sich auszudrücken, warum sie eine Hundefamilie liebt und welches romantische Geschenk sie von ihrem Mann bekommen hat.

1. „Mary Poppins“ war der erste Film, für den wir als Kinder wach bleiben durften. Es hat mich umgehauen, dass jemand so singen und tanzen und dadurch solche Gefühle in einem Kind, also in mir, auslösen kann. Lustigerweise mag ich Musicals inzwischen nicht mehr. Ich schaue vor allem Dokumentarfilme, aktuell „Vincent Lindon – Filmstar zwischen Selbstliebe und Selbsthass“ über den französischen Schauspieler. Gestern Abend habe ich zwei Drittel gesehen und schaue heute weiter. Das mache ich öfter, dass ich Filme unterbreche, einfach weil mir die Zeit fehlt.

2. Alle meine Filme bleiben für immer ein Teil von mir, aber „Aus dem Nichts“ (2017) von Fatih Akin sitzt besonders tief. Weil ich mit Fatih gut befreundet bin, weil wir in Deutschland gedreht haben und auch, weil es insgesamt eine dunkle Zeit war in meinem Leben. Mein Stiefvater und meine Großmutter sind gestorben, und das hat sich mit dieser intensiven Rolle und dem düsteren Thema vermischt.

3. „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde ist eines der prägendsten Bücher für mich. Ich habe es zum ersten Mal während meiner Zeit auf der Schauspielschule in Paris gelesen, vor ungefähr 26 Jahren. Nicht nur ich als Schauspielerin, alle Menschen beschäftigen sich doch mit Eitelkeit und dem Älterwerden, damit, wie sie angeguckt werden möchten, wie sie sich selbst empfinden. Letztes Jahr sah ich die Inszenierung am Broadway mit Sarah Snook. Das war krass, eine Frau in der Rolle zu sehen, überraschend und gut.

4. Lange habe ich selbst Ballett getanzt, inzwischen schaue ich es mir nur noch an und sitze im Vorstand des New York City Ballet. Ich bin mal mit meiner Tochter Nova in eine Ballettschule gegangen, aber sie hat damit überhaupt nichts am Hut. Früher war mir das nicht bewusst, aber die Momente auf der Bühne haben mir geholfen, mein Leben zu verarbeiten, mich auszudrücken. Ich habe mich frei und gesehen gefühlt, das kannte ich nicht von zu Hause. Als ich aufhören musste, einfach weil ich nicht gut genug war, hat mir das sehr gefehlt. Dadurch bin ich ins Modeln gerutscht. Ein befreundeter Schauspieler schlug dann eine Theaterschule vor. Erst, als ich bei der Aufnahmeprüfung eine Improvisation machen sollte, habe ich gespürt, wie sehr mir das gefällt und dass ich diese starken Gefühle auf der Bühne weiterhin haben möchte.

5. Nova ist jetzt sieben, und sie liebt die australische Zeichentrickserie „Bluey“. Es geht um eine wunderbare Familie, alles Hunde. Der Papa geht so toll auf seine zwei Töchter ein und kommt mit in deren Traumwelten, auch die Mama ist so verständnisvoll. Ich glaube, dass die Serie Kindern hilft, die Perspektive der Eltern besser zu verstehen. Inzwischen bin ich selbst Teil des „Bluey“-Kosmos und veranstalte Lesungen aus den Büchern, die man auch auf Youtube sehen kann.

6. Einer meiner Lieblingsbuchläden in Paris ist La Hune in Saint-Germain, in der Nähe, wo ich wohne. Dort kaufe ich sehr gerne Artbooks, das letzte über David Cronenberg.

7. Mein Mann (Schauspieler Norman Reedus, Anm. d. Red.) hat mir zum Valentinstag ein Buch geschenkt, „Love Letters: An Anthology of Passion“, eine Kollektion von Liebesbriefen berühmter Leute wie Dylan Thomas oder Napoleon. Man kann jeden Brief einzeln herausziehen. Auf der letzten Seite ist Platz für einen eigenen Brief, den Norman mir geschrieben hat. Sehr romantisch.

8. Romane lesen ist für mich sehr intensiv, ich kann das zum Beispiel nicht machen, während ich selbst eine Rolle spiele. Momentan lese ich vor allem Kinderbücher, bestimmt zehn pro Woche, weil ich Nova jeden Abend vorlese. Gerade „Pippi Langstrumpf“. Das wieder zu entdecken, ist großartig, ich lese ihr aus meinen alten Büchern vor, auf Deutsch.

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