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Manche Gespräche beginnen mit Kaffee, andere mit Mode-Tipps – und dann gibt es diese, bei denen plötzlich das Wort Börse fällt, noch bevor der Espresso überhaupt kalt geworden ist. Geld ist lange kein reines Zahlenspiel mehr – sondern eine Frage von Haltung. Wer heute über Stil, Freiheit und Selbstbestimmung spricht, kommt an Finanzen nicht vorbei. Und trotzdem umweht das Thema noch immer eine gewisse Schwere, als gehöre es in Konferenzräume statt ins echte Leben. Dabei ist finanzielle Unabhängigkeit längst Teil eines modernen Lifestyles: Sie entscheidet darüber, wie wir wohnen, arbeiten, reisen – und wie frei wir uns fühlen.
An der Börse gibt es einen Grundsatz, der fast poetisch klingt, aber sehr praktisch wirkt: Zeit im Markt schlägt das Timen des Marktes. Statt auf den perfekten Moment zu warten und jeden Kurseinbruch mit der Hand am Verkaufsknopf zu begleiten, zahlt es sich auf lange Sicht aus, dabei zu bleiben und dem Zinseszinseffekt Zeit zum Wachsen zu geben. Finanzexpertin Johanna Handte erklärt, warum sich das mit der ein oder anderen Fashion-Investition vergleichen lässt und warum es uns nicht an Gelassenheit fehlen sollte, wenn der Markt mal einen Hüpfer macht:
Wenn wir eine stimmige Garderobe aufbauen möchten, beginnen wir nicht mit einem Statement Piece, sondern mit den Basics: einem weißen T-Shirt, einer gut sitzenden Jeans. Kleidungsstücke, die immer funktionieren, unabhängig von Trends und Jahreszeiten. Sie bilden ein solides Fundament.
Erfolgreiches Investieren folgt genau diesem Prinzip. Eine solide, auf den Anlegertyp abgestimmte Anlagestrategie, die man mit Geduld und Disziplin über einen längeren Zeitraum durchhält, schlägt jeden Timingversuch. Denn wer versucht, immer genau richtig ein- und auszusteigen, gleicht jemandem, der jeden Morgen neu überlegt, ob Jeans und weiße T-Shirts noch modern sind. Das Ergebnis ist meist Unsicherheit – und Lähmung. Die wichtigste Regel beim Investieren lautet deshalb: „Time in the market“ schlägt „Timing the market“.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Hat man in den vergangenen 25 Jahren die zehn besten Tage am globalen Aktienmarkt verpasst, musste man auf ca. 50% des gesamten Wertzuwachses verzichten. So wurden aus 100.000 EUR investiert am 01.01.2000 nicht ca. 423.000 EUR, sondern lediglich ca. 219.000 EUR – ganz schön teure zehn Tage. Die Schlussfolgerung ist einfach: Wer versucht, die Marktbewegungen zu timen, verpasst womöglich genau die Tage, an denen es entscheidend ist, investiert zu sein. Und diese besten Tage lassen sich nicht vorhersagen – sie treten oft mitten in Unsicherheitsphasen auf.
Ein psychologisches Phänomen ist der Grund: Wenn Märkte fallen, steigt die Angst, der Impuls zu verkaufen wird stärker. Doch genau dann, wenn wir am meisten Angst haben, sind die Chancen oft am größten. Wer verkauft, realisiert Verluste und verpasst die Erholung. Ein dauerhaft investierter, auf die Anlegerbedürfnisse abgestimmter Basisanteil des Vermögens schützt vor diesen emotional getriebenen Fehlentscheidungen. Dieser Kern arbeitet leise, kontinuierlich, oft unbemerkt - aber zuverlässig. Viele unterschätzen diesen Effekt. Sie warten auf bessere Zeiten, klarere Signale, ruhigere Märkte. Doch während sie warten, verstreicht Zeit – und Zeit ist einer der wichtigsten Renditetreiber. Die Kraft des Zinseszinses entfaltet sich nur, wenn man über Jahre hinweg investiert bleibt, also auf gute Basics setzt.
Natürlich bedeutet „investiert bleiben” nicht „nie etwas verändern.” Auch in der Mode kommen neue Trends und Vorlieben hinzu, andere verschwinden. Doch das Fundament, die Basics, bleiben stabil. Niemand stellt jede Saison die gesamte Garderobe infrage, sondern ergänzt sie um neue Statement- oder Trend-Pieces. So entsteht ein eigener (Anlage)-Stil, der flexibel und aktiv ist und den eigenen Geschmack widerspiegelt. Die Welt der Mode und des Geldes hat hier viel gemeinsam.
Am Ende ist erfolgreiches Investieren weniger eine Frage des perfekten Zeitpunkts als der richtigen Haltung. Oder, um im Bild zu bleiben: Wenn wir ein gut sitzendes, weißes T-Shirt und klassische, blaue Jeans im Schrank haben, können wir uns auch modische Experimente leisten. Die wichtigste Anlageentscheidung bleibt oft die einfachste: Ein Teil des Vermögens sollte immer investiert sein.
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Gegründet 1712, ist die Bethmann Bank, eine Marke der ABN AMRO Bank N.V. Frankfurt Branch, heute einer der führenden Anbieter von Wealth Management in Deutschland und betreut vornehmlich vermögende Privatkunden, Familienunternehmen und Vermögensverwalter. Der Name Bethmann steht, wie alle Mitglieder von ABN AMRO Wealth Management in Europa, für individuelle Beratung ohne Fokus auf eigene Produkte. Kundinnen und Kunden erhalten klare, verständliche Lösungen mit einem besonderen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit.
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