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Gesunde Hautbarriere: So beugen Sie Mikroentzündungen vor

Gesunde Hautbarriere: So beugen Sie Mikroentzündungen vor Gesunde Hautbarriere: So beugen Sie Mikroentzündungen vor
Entzündungen können die Hautbarriere schwächen (Foto: Adriano Russo)

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UV-Strahlung, Stress und ungesunde Ernährung triggern die Haut und können Entzündungen begünstigen.

Beim morgendlichen Blick in den Spiegel wirkt die Haut rauh und trocken, es fehlt ihr an Elastizität und Ausstrahlung – das kennen wahrscheinlich die meisten. Oft liegt das einfach an einer zu kurzen Nacht oder einer stressigen Phase. Wird es allerdings zum Dauerzustand, könnte auch eine unterschwellige Entzündung dahinterstecken. 

Die sogenannte Silent Inflammation ist eine chronische Reaktion des Körpers, die sich nicht wie akute Entzündungen mit Rötung, Schwellung oder Schmerzen bemerkbar macht, die Haut aber trotzdem strapaziert. „Diese kontinuierliche Immunaktivierung kann langfristig die Hautbarriere schwächen und vorzeitige Haut­alterung begünstigen“, erklärt Dermatologe und Sensai-Experte Dr. Markus Dawid aus Wien.

Silent Inflammation und Ihre Wirkung auf die Haut

Silent Inflammation entsteht durch eine Vielzahl von Faktoren, der Lebensstil spielt dabei eine entscheidende Rolle. Dauerhafter Stress, eine ungesunde Ernährung, Schlafmangel und Umweltbelastungen zählen zu den häufigsten Ursachen. Dr. Dawid: „Stress setzt Cortisol frei, das entzündungsfördernd wirken kann. Eine zuckerreiche Ernährung oder verarbeitete Lebensmittel begünstigen stille Entzündungen ebenso. Zusätzlich verstärken Umweltfaktoren wie UV-Strahlen, Feinstaub oder blaue Lichtstrahlung von Bildschirmen diesen Effekt.“ Der Körper reagiert auf diese Reizüberflutung mit einer unterschwelligen Immunantwort – einem unbemerkten, inneren Brandherd.

Ist das Immunsystem permanent im Alarm­zustand, kann das langfristig die Barriereschicht der Haut schwächen. „Die Hautbarriere ist unser natürlicher Schutzschild gegen Umweltstressoren. Chronische Entzündungen führen dazu, dass sie schwächer wird, was den Feuchtigkeitsverlust erhöht und die Haut anfälliger für Irritationen macht“, so der Dermatologe. Erste Anzeichen sind oft subtil und werden nicht sofort mit Entzündungen in Verbindung gebracht. Sie zeigen sich in erhöhter Sensibilität, Irritationen, Spannungsgefühlen oder einer plötzlichen Neigung zu Rötungen. Durch die permanente Freisetzung von entzündungsfördernden Botenstoffen kann sich auch der Hautton verändern, können feine Linien sichtbar werden und sich die Hautqualität insgesamt verschlechtern. „Langfristig kann das zu vorzeitiger Hautalterung, Pigmentstörungen oder chronischen Hautproblemen wie Rosacea oder Neurodermitis beitragen.“

Besonders betroffen sind empfindliche, trockene und zu Rötungen neigende Hauttypen. Aber auch bei Akne und Ekzemen kann Silent Inflammation eine Rolle spielen oder bestehende Hautbilder verschlimmern. Die Haut wirkt gestresst, verliert an Spannkraft und Ausstrahlung.

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Bei Mikroentzündungen den Lebensstil anpassen

Die gute Nachricht: Gegenmaßnahmen sind möglich, und ein paar Veränderungen im Lebensstil können viel bewirken. Das fängt mit der Ernährung an: „Der Darm und die Haut sind eng verbunden – ein unausgeglichenes Mikrobiom kann Entzündungsprozesse im gesamten Körper fördern. 
Probiotische Lebensmittel und eine ballaststoffreiche Ernährung helfen, das Gleichgewicht zu erhalten und stille Entzündungen zu reduzieren.“ Zu den Probiotika, also den Nahrungsmitteln mit nützlichen Mikroorganismen, gehören etwa Joghurt und Buttermilch, Sauerkraut und Kimchi und auch Apfelessig. Ballaststoffe dagegen sind nicht verdaubare Lebensmittelbestandteile, die den nützlichen Bakterien als Nahrung dienen. Sie sind in vielen Gemüsen, wie Chicorée, Zwiebeln, Artischocken und Bananen enthalten und werden als Präbiotika bezeichnet. 

Da­rüber hinaus sorgt eine entzündungshemmende Ernährung mit frischen, natürlichen Lebensmitteln, reichlich Omega-3-Fettsäuren, Gemüse und gesunden Fetten dafür, dass die Haut mit allen nötigen Mineralstoffen und Vitaminen versorgt wird und dadurch gesünder und strahlender aussieht. Ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und der bewusste Umgang mit Stress und Entspannungszeiten.

Gezielte Hautpflege bei Entzündungen

Auch eine maßgeschneiderte Pflege macht einen großen Unterschied. Zwar kann Kosmetik die tiefer­liegenden Ursachen nicht vollständig beseitigen, sie kann jedoch helfen, die Entzündungskaskade zu unterbrechen, die Hautbarriere zu stärken und Reizungen zu lindern. Denn „eine starke Hautbarriere ist der beste Schutz“, so Dawid. Der erste Schritt ist eine schonende Reinigung, die die Haut nicht zusätzlich austrocknet oder irritiert. Dafür eignet sich zum Beispiel die Doppelreinigung aus der japanischen Kosmetik. Sie entfernt sanft, aber gründlich alle Rückstände. 

Anschließend sollte man Wirkstoffe einsetzen, die gezielt entzündungshemmend wirken und die Haut ausgleichen. „Produkte mit Ceramiden, Antioxidantien und Hyaluronsäure stärken die Barrierefunktion und beruhigen“, so der Experte. Hamamelis, Grüntee-Extrakt, fermentierte Wirkstoffe oder Niacinamid wirken entzündungshemmend und unterstützen ein gesundes Hautmikrobiom. Dr. Dawid: „Die ‚Comforting Barrier Essence‘ von Sensai ist eine barriereoptimierende Lösung, die die Haut sofort beruhigt und die Feuchtigkeitsaufnahme durch die sogenannte ‚Keratin Moisture Blooming Technology‘ verbessert, sodass die Haut optimal hydratisiert bleibt.“ 

Durch die Stärkung der Hautschutzbarriere werde die Haut widerstandsfähiger gegenüber äußeren Stressfaktoren und finde zu ihrem natürlichen Gleichgewicht zurück. Darüber hinaus gibt es verschiedene Trigger wie zum Beispiel Alkohol im Gesichtswasser, intensive Peelings und stark parfümierte Cremes, die es zu vermeiden gilt. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor ist die Sonne. UV-Strahlung ist eine der wichtigsten Ursachen für Entzündungsprozesse in der Haut, und gerade bei chronisch gereizter Haut ist täglicher Lichtschutz entscheidend, um die Haut nachhaltig zu beruhigen und vor weiterer Schädigung zu schützen.

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