MADAME Newsletter - Erhalten Sie stilvolle Inspiration, exklusive Inhalte und Gewinnspiele, digital und kostenlos.
Jetzt zum Newsletter
anmelden
Kaum eine Schauspielerin verkörpert zeitlose Eleganz so mühelos wie Kelly Rutherford. Spätestens als stilprägende Upper-East-Side-Matriarchin Lily van der Woodsen in der Kultserie Gossip Girl wurde sie zur Modeikone einer ganzen Generation. Doch auch abseits des Bildschirms begeistert die Amerikanerin mit ihrem unverwechselbaren Stilgefühl, ihren inzwischen legendären Outfit-Selfies auf Instagram und ihrer authentischen Ausstrahlung.
Anlässlich des Münchner Launches der Premium-Hundepflegemarke Simply Wau trafen wir Rutherford gemeinsam mit Gründerin und Geschäftsführerin Michaela Cordes Rickmers zum Gespräch. Dabei sprach die Schauspielerin über ihre persönlichen Stilikonen, ihre Sicht auf Schönheit und Selbstvertrauen sowie die Erkenntnisse, die das Leben mit den Jahren mit sich bringt.
Ihre OOTD-Aufzug-Selfies sind auf Instagram inzwischen fast schon Kult. Viele Frauen bewundern die Art, wie Sie klassische Mode mit moderner Lässigkeit verbinden. Zu welchen Kleidungsstücken greifen Sie immer wieder?
Kelly Rutherford: Mäntel. Ich liebe Mäntel.
In Gossip Girl wurde Lily van der Woodsen zur Ikone zeitloser Upper-East-Side-Eleganz. Welche Eigenschaften teilen Sie mit ihr – und was unterscheidet Sie grundlegend von Ihrer Rolle?
Kelly Rutherford: Wir haben tatsächlich vieles gemeinsam. Wir lieben beide unsere Rolle als Mutter und wir lieben Mode. Der größte Unterschied? Sie hatte definitiv mehr Ehemänner als ich. (lacht)
Michaela Cordes Rickmers: Und vermutlich auch mehr Handtaschen.
Kelly Rutherford: Das stimmt wahrscheinlich auch. (lacht)
Wenn Sie Frauen einen einzigen Rat geben könnten, um sich im Alltag selbstbewusster und eleganter zu fühlen – welcher wäre das?
Michaela Cordes Rickmers: Selbstliebe ist wahrscheinlich das beste Accessoire.
Kelly Rutherford: Einfach das tun, was man liebt. Es ist so wichtig, sich das Leben aufzubauen, das man sich wünscht – und es dann auch wirklich zu leben.
Ihr Beauty-Look wirkt stets natürlich und strahlend. Wie sieht Ihre persönliche Hautpflege- und Wellness-Routine aus?
Kelly Rutherford: Ich verwende so oft wie möglich natürliche Produkte. Momentan benutze ich eine Marke namens Living Libations, die ich sehr mag. Gleichzeitig spielt natürlich auch eine große Rolle, was wir unserem Körper zuführen. Ausreichend Ruhe, eine gesunde Lebensweise und Balance sind für mich genauso wichtig wie die richtige Pflege.
Viele Frauen sehen in Ihnen ein Vorbild für mühelose Eleganz. Wer hat Ihr Verständnis von Stil und Weiblichkeit geprägt?
Kelly Rutherford: Vor allem meine Mutter und meine Großmutter. Und natürlich Schauspielerinnen wie Catherine Deneuve oder Grace Kelly, deren Stil ich immer bewundert habe. Meine Großmutter war eher konservativ, aber stets unglaublich elegant. Meine Mutter ebenfalls. Diese Vorbilder haben mich sehr geprägt.
Simply Wau betrachtet Hundepflege mit einer ähnlichen Philosophie wie Hautpflege oder Wellness – und nicht wie klassische Tierpflege. Was hat Sie an diesem Ansatz besonders überzeugt?
Michaela Cordes Rickmers: Wir brauchen ein neues Bewusstsein für die Hautgesundheit von Hunden. Über unsere eigene Haut wissen wir sehr viel, über die Haut unserer Hunde hingegen erstaunlich wenig. Viele Menschen verwenden Babyshampoo oder sogar Spülmittel, ohne zu wissen, dass Hundehaut etwa fünfmal dünner ist als menschliche Haut und einen völlig anderen pH-Wert besitzt. Die Haut ist das größte Organ eines Hundes. Wir sprechen oft nur über das Fell, dabei beginnt alles mit gesunder Haut.
Sie haben oft von Ihrer Liebe zu Hunden gesprochen. Was hat Sie dazu bewegt, sich bei einer Marke für Hundepflege und Grooming zu engagieren?
Kelly Rutherford: Ein großer Teil davon ist Michaela. Ich kenne sie seit etwa 15 Jahren und bewundere, was sie aufgebaut hat. Sie ist eine außergewöhnliche Frau. Wir teilen die Liebe zu Hunden und wünschen uns beide, dass unsere Tiere gesund und glücklich sind und ein langes Leben führen können.
Sie pendeln regelmäßig zwischen Europa und den USA. Unterscheiden sich Französinnen und Amerikanerinnen heute noch in ihrem Umgang mit Stil und Schönheit?
Kelly Rutherford: Das hat sich verändert. Durch Instagram und soziale Medien beeinflussen sich die Menschen heute viel stärker gegenseitig. Ich liebe beide Stilrichtungen – jede auf ihre eigene Weise.
Was haben Sie über Schönheit und Selbstbewusstsein jenseits der 40 gelernt, das Sie gerne schon früher gewusst hätten?
Kelly Rutherford: Gute Frage. Es ist weniger eine konkrete Erkenntnis als vielmehr ein Gefühl. Mit den Jahren entwickelt man ein stärkeres Bewusstsein für Sinn und Bestimmung. Man konzentriert sich weniger auf das, was im Außen passiert, und mehr auf das, was in einem selbst vorgeht: Welche Gedanken man hat, was man erschaffen möchte und welches Vermächtnis man hinterlassen will. Als ich jünger war, habe ich mich viel stärker von äußeren Einflüssen leiten lassen.
Michaela Cordes Rickmers: Für mich ist es vor allem Selbstakzeptanz. Mit Anfang zwanzig hinterfragt man ständig alles und fühlt sich oft unsicher. Irgendwann erkennt man, dass vieles, worüber man sich Sorgen gemacht hat, gar nicht so wichtig ist. Das Schöne am Älterwerden ist, dass man immer mehr bei sich selbst ankommt. Man wird gelassener, dankbarer und glücklicher mit der Person, die man ist. Viele Frauen fürchten diesen Lebensabschnitt – dabei kann er etwas sehr Befreiendes und Wunderschönes sein.