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Diese 5 Ausstellungs-Highlights erwarten Sie während der Biennale in Venedig

Diese 5 Ausstellungs-Highlights erwarten Sie während der Biennale in Venedig Diese 5 Ausstellungs-Highlights erwarten Sie während der Biennale in Venedig
Ein Einblick in die Ausstellung „Horst P. Horst. The Geometry of Grace.“ im Le Stanze della Fotografia. (Foto: Andrea Avezzù)

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Interessante (Mode-)Ausstellungen, die Venedigs Kulturlandschaft auch unabhängig von der Biennale bereichern.

Wenn Sie in den nächsten Monaten durch die Gassen Venedigs streifen, erleben Sie die Stadt in ihrer vielleicht intensivsten Form: als lebendiges Museum, das seine prächtigsten Palazzi und versteckten Gärten für die Welt öffnet. Es ist die perfekte Zeit, um Venedig als Gesamtkunstwerk zu begreifen, in dem historische Renaissance-Pracht auf radikale zeitgenössische Visionen trifft.
Neben der Hauptschau der Biennale bieten auch die Parallelprogramme die Möglichkeit für exklusive Entdeckungen in ruhigerem Ambiente. Wir haben einige interessante Ausstellungen mit Mode-Bezug für Sie gesammelt, die Sie während einer Venedig-Reise in diesem Jahr nicht verpassen sollten.

Fondazione Prada – „Helter Skelter: Arthur Jafa and Richard Prince 9. Mai – 23. November 2026 | Ca' Corner della Regina, Canal Grande

Die Fondazione Prada bringt zwei der einflussreichsten amerikanischen Bildkünstler erstmals in einen direkten Dialog: Arthur Jafa und Richard Prince teilen eine rastlose, regellose Haltung gegenüber der Bildproduktion und schöpfen frei aus Filmen, Musik, Pulp Fiction, Werbung und Massenkultur. Beiden geht es um den visuellen Lärm Amerikas – seine Mythen, Widersprüche und Obsessionen. Die Ausstellung umfasst mehr als fünfzig Werke, darunter Fotografien, Videos, Installationen, Skulpturen und Gemälde, sowie neue Arbeiten beider Künstler und ein gemeinsam konzipiertes Zine mit Bildern, die die Künstler während des Entstehungsprozesses ausgetauscht haben. Der Modebezug liegt bei Richard Prince auf der Hand: Seine ikonischen Fotoserien aus dem Bereich der Werbe- und Konsumkultur, darunter seine „Cowboys"- und Fashion-Arbeiten, haben seit den 1980er Jahren die Grenzen zwischen Werbefotografie und Kunst verschoben.

Fondazione Dries Van Noten – „The Only True Protest Is Beauty 25. April – 4. Oktober 2026 | Palazzo Pisani Moretta, Canal Grande

Der Palazzo Pisani Moretta öffnet zum allerersten Mal in seiner Geschichte für die Öffentlichkeit – anlässlich der Eröffnungsausstellung der Dries Van Noten Foundation, die von Dries Van Noten und Patrick Vangheluwe ins Leben gerufen wurde. Kuratiert von Dries Van Noten zusammen mit Geert Bruloot, entfaltet sich die Ausstellung über zwanzig Räume im Erdgeschoss und im Piano Nobile des Palastes, wo mehr als 200 Werke eine intuitive Abfolge aus Kontrasten, Unterbrechungen und Resonanzen bilden. Mode, Schmuck, Kunst, Design, Fotografie, Glas und Keramik treten in Dialog – zeitgenössische Kreationen, Haute-Couture-Archive und Materialexperimente nebeneinander. Die Stiftung wurde mit der erklärten Mission gegründet, das Handwerk in seinem weitesten Sinne zu fördern – über die angewandten Künste und das traditionelle Fertigen hinaus bis hin zu Design, Mode, Architektur, Gastronomie und hybriden Praktiken, die einen Dialog zwischen Erbe und Innovation fördern.

Comme des Garçons Frühling/Sommer 2025: Headpiece von Julien d'Ys (Courtesy of Comme des Garçons); Christian Lacroix Haute Couture Herbst/Winter 2004, Perücke von Fabio Petri (Courtesy of Christian Lacroix, STL group); Kate MccGwire STIFLE, 2008, Mixed media mit weißen Taubenfedern in einer antiken Glasglocke mit schwarzem Holzsockel (Private Sammlung). Foto: Matteo de Mayda

Horst P. Horst – „The Geometry of Grace 21. Februar – 5. Juli 2026 | Le Stanze della Fotografia, Isola di San Giorgio Maggiore

Es ist die bislang größte Ausstellung, die Horst P. Horst gewidmet wurde – der Fotograf verbrachte sechs Jahrzehnte damit, für die amerikanische und französische Vogue zu fotografieren. Über 400 Werke sind zu sehen, von denen fast die Hälfte noch nie öffentlich gezeigt wurde. Kuratiert von Anne Morin in Zusammenarbeit mit Denis Curti, bietet die Schau eine vielschichtige Lektüre seines Werkes jenseits der Modefotografie, die ihn berühmt machte – und zeigt einen Künstler, der Fotografie in eine Reflexion über Harmonie, Proportion und Schönheit verwandelte. Thematische Abschnitte führen durch seine Vogue-Periode, den Einfluss des Bauhauses, seine Auseinandersetzung mit der Klassischen Antike sowie seine Porträts von Ikonen des 20. Jahrhunderts wie Coco Chanel, Salvador Dalí und Maria Callas. Ein besonderer Abschluss: Die Ausstellung endet mit einer eigenen Sektion, die Horsts dokumentarische Aufnahmen von der Biennale 1947 zeigt – eine lockerere, freihandige Arbeit, in der er Jean Cocteau, Maria Callas und die Aristokratie des Nachkriegseuropas einfing.

Horst P. Horst. Lisa Fonssagrives mit Turban, New York, 1940 (Foto: Courtesy of Horst Estate)

Haus Nuller – „Breaking the Chain Mai 2026 | Sestiere Dorsoduro 3907

Die 27-jährige Central Saint Martins-Absolventin Chiara Angelica Gandini präsentiert ihre Debütausstellung für ihr Bauhaus-inspiriertes Modelabel Haus Nuller in einem venezianischen Familienpalazzo in Dorsoduro – als Teil einer Installation von Formafantasma. Ihre charakteristischen Textilien, handgewebte Wollstoffe mit Edelstahlketten, werden in verschiedenen Räumen bei verschiedenen Stadien des aufwändigen Designprozesses gezeigt: von digitalen Mustern, bei denen jeder Pixel einem Faden entspricht, bis zum fertigen Stück. Die Schau ist ein seltenes Beispiel dafür, wie junges Modehandwerk und zeitgenössische Kunst im Biennale-Kontext zusammenfinden.

Aufwändig bestickte Textilien bei „Breaking the Chain“ (Foto: Courtesy of Haus Nuller)

Mel Ramos – „Iconography of American Beauty 3. Mai – 22. November 2026 | Palazzo Bragadin Carabba, Cannaregio

Die Ausstellung präsentiert eine umfassende Werkschau des amerikanischen Künstlers Mel Ramos (1935–2018), die nahezu sechs Jahrzehnte seiner künstlerischen Produktion von 1959 bis 2018 umspannt. Entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Estate of Mel Ramos, versammelt sie mehr als siebzig Werke, darunter Gemälde, Skulpturen, Papierarbeiten und Archivmaterialien. Ramos verbindet die visuelle Sprache der Werbung und Massenkultur mit kunsthistorischen Traditionen und Archetypen weiblicher Schönheit – eine zeitübergreifende Erkundung des Frauenbildes, in der amerikanische Schönheitsideale durch Medien und Konsumkultur geformt erscheinen. Ein zentrales Motiv ist die enge Verbindung von Körper und Ware: Der weibliche Körper wird Teil der Konsumwelt und mit Produkten gleichgesetzt – ein Spannungsfeld, das die Mechanismen des Kapitalismus sichtbar macht. Präsentiert wird die Ausstellung von der Wiener Galerie Ernst Hilger, die seit Jahren eng mit dem Werk des Künstlers verbunden ist.

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