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Abgesehen von wissenschaftlichen Studien und Clean-Eating-Influencern haben wir zusätzlich noch immer die Essens-Regeln unserer Mütter und Großmütter im Kopf, die natürlich am allerbesten wissen, was uns guttut. Dabei gehen die Meinungen häufig soweit auseinander, dass man schnell das Gefühl bekommt, in punkto Ernährung immer den ein oder anderen Fehler zu machen. Doch der erste Schritt sollte sein, sich von diesem schwarz-weiß Denken zu verabschieden, sondern auch die hartnäckigsten Ernährungsmythen wissenschaftlich und logisch zu hinterfragen.
Doch was ist dran an den klassischen Mythen, um die sich unsere tägliche Ernährung dreht?
1. Fett ist ungesund
Kommt ganz darauf an, welche Fette! In hohen Mengen können gesättigte Fettsäuren für einen erhöhten Cholesterinspiegel sorgen. Diese Fette stecken besonders in tierischen Produkten wie Fleisch, Wurst und Käse. Stattdessen sollte man bei der Fettzufuhr auf einfach oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren setzen, die wir mit Avocado, Lachs und Nüssen in unsere Ernährung integrieren können.
2. Täglich 3 Liter Wasser trinken
Die Regel scheint hier zu sein: Viel hilft viel! Doch das ist so nicht korrekt. Denn man kann auch zu viel Wasser trinken und der Wasserbedarf ist tatsächlich ganz individuell. Bei gesunden Erwachsenen geht man von circa 35 Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag aus. Das hieße beispielsweise eine 60 Kilogramm schwere Person sollte 1,8 Liter Wasser pro Tag trinken.
3. In der Schale sind die meisten Vitamine
Pauschal lässt sich sagen, dass sich sowohl im Obst als auch im Gemüse tatsächlich besonders viele Vitamine in der Schale verstecken. Solange man darauf achtet möglichst saisonale Früchte zu kaufen, die nicht zu vielen Pestiziden ausgesetzt wurden, und Obst und Gemüse vor dm Verzehr gründlich wäscht, kann man diesem Rat problemlos folgen.
4. Eier erhöhen unseren Cholesterinspiegel
Zwar enthalten Eier und insbesondere das Eigelb eine hohe Menge an Cholesterin, doch das bedeutet nicht automatisch, dass damit unser Cholesterinspiegel in die Höhe schießt. Das hängt viel mehr von den Fetten ab, die wir zu uns nehmen. Doch Ernährungsmediziner sind sich nicht ganz einig, wie viele Eier wir zu uns nehmen dürfen: der Wert schwankt zwischen zwei am Tag und nicht mehr als einem in der Woche.
5. Karotten helfen der Sehkraft
Zwar enthalten Karotten Vitamin A, welches die Produktion von Rhodopsin ermöglich, ein lichtempfindliches Netzhaut-Pigment, das uns das Sehen auch bei schwachem Licht ermöglicht. Solange man aber nicht an einem Vitamin A Mangel leidet, machen Karotten keinen Unterschied in unserer Sehkraft.
6. Kaffee dehydriert
Kaffee ist zwar nicht unbedingt der geeignete Durstlöscher, aber er entzieht dem Körper kein Wasser, wie es so oft behauptet wird. Kaffee ist schließlich aus Wasser gemacht und wirkt auch dementsprechend hydrierend, auch wenn der Harndrang durch Kaffee zunimmt.
7. Obst ist unbegrenzt gesund
In Maßen ist Obst eine super gesunde Snack-Alternative zu Schokolade und Co., doch es gilt wie so oft: alles in Maßen. Denn auch Fruktose, also der in Früchten enthaltene Zucker, kann in übermäßigen Mengen zu Leber-Problemen, Insulinresistenz und Gewichtszunahme führen.
8. Zucker macht süchtig
Die klare Antwort: Jein. Denn Zucker kann unser Belohungszentrum aktivieren und schüttet dementsprechend Dopamin aus. Das spricht dafür, dass die Entwicklung einer psychischen Sucht nach Zucker tatsächlich möglich ist. Dagegen eine körperliche Abhängigkeit, wie es beispielweise bei Nikotin der Fall sein kann, wurde bisher nicht nachgewiesen.
9. Frisch ist besser als Tiefgekühlt
Geschmacklich schneidet frisches Obst und Gemüse oft besser ab als die Tiefkühlware, doch beim Nährstoffgehalt ist oft das Gegenteil der Fall. Denn frische Ernteware hat oft schon einen langen Weg hinter sich, bevor sie im Supermarkt landen und haben während dieser Reise schon Nährstoffe verloren. Wenn Gemüse jedoch ins Kühlregal kommt, wird es jedoch direkt nach der Ernte blanchiert und tiefgefroren – so bleiben die Vitamine optimal erhalten.
10. Abends essen macht dick
Was nach 18 Uhr gegessen wird, bleibt viel länger auf den Hüften! Dass dies so nicht stimmt, liegt daran, dass nicht die Uhrzeit, sondern viel mehr die Menge an Kalorien relevant ist, wenn es um Gesichtsabnahme geht. Wann diese Kalorien gegessen werden, ist letztendlich egal, es ist nur so, dass spätes Snacken meist aus Langeweile passiert und nicht aus Hunger.