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Der Bart hat sich vom rebellischen Statement längst zum festen Bestandteil modernen Stils entwickelt. Doch während der Drei-Tage-Schatten wenig Aufmerksamkeit verlangt, braucht ein voller Bart tatsächlich Pflege – sonst wird er schnell kratzig oder unkontrollierbar.
Das Prinzip ist einfach: Wer reinigt, pflegt und formt, hat bereits gewonnen. Ein kleines Ritual von zwei Minuten täglich reicht, um aus wildem Wuchern einen Gentleman-Bart zu machen.
1. Reinigen – der oft vergessene Schritt
Bart und Gesichtshaut sammeln im Alltag erstaunlich viel Schmutz an: Schweiß, Hautfett, Feinstaub und Essensreste. Normales Shampoo ist jedoch zu aggressiv – es trocknet Haut und Haar aus. Ein spezielles Bartshampoo reinigt sanft und schützt vor dem Austrocknen.
2. Ölen – das Geheimnis eines weichen Bartes
Bartöl ist das wichtigste Produkt überhaupt. Es macht das Haar geschmeidig, verhindert Juckreiz und pflegt gleichzeitig die Haut darunter. Ein hochwertiges Öl besteht meist aus Argan-, Jojoba- oder Mandelöl – Zutaten, die dem Haar Glanz und Elastizität geben. Ein Paar Tropfen zwischen den Händen verreiben, in Bart und Haut einmassieren – und voilà.
3. Bändigen – wenn der Bart Form braucht
Ab einer gewissen Länge genügt Öl allein nicht mehr. Dann kommt Bartbalsam ins Spiel: Er pflegt wie ein Conditioner, enthält aber zusätzlich Wachse für leichten Halt. Eine erbsengroße Menge genügt, um die Spitzen zu bearbeiten und zu formen.
4. Kämmen und Bürsten – finale Präzisionsarbeit
Ein guter Bartkamm oder eine Bürste erfüllt drei Aufgaben: Er verteilt Pflegeprodukte gleichmäßig, er entwirrt das Haar und er trainiert langfristig die Wuchsrichtung. Ideal sind Holzkämme oder Wildschweinborstenbürsten, weil sie das Haar weniger statisch aufladen.
5. Trimmen – kleine Korrekturen
Selbst der gepflegteste Bart verliert schnell seine Form. Barbiere empfehlen alle sieben bis zehn Tage nachzutrimmen. Dabei ist besonders wichtig, die Halslinie zu definieren, abstehende Haare zu kürzen und Schnurrbärte sauber zu halten. Achtung: der Bart sollte niemals trocken getrimmt werden – immer vorher waschen oder ölen.