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Der Boho-Trend – längst mehr als nur ein Interior- oder Modestil – ist Ausdruck einer Haltung. Er steht für das Unperfekte, das Individuelle, für Materialien, die altern dürfen, und für Räume, die Geschichten erzählen. Für viele ist Boho eine Gegenbewegung zur durchinszenierten Perfektion digitaler Lebenswelten. Es geht um Entschleunigung, um das Gefühl, nicht funktionieren zu müssen. Und genau diese Sehnsucht übersetzt die Jufenalm in eine alpine Realität.
Zwischen Lärchenduft und Leichtigkeit
Schon beim Ankommen wird klar: Hier oben ist vieles anders. Die Lage auf rund 1150 Metern, fernab von Verkehr und Trubel, schafft eine fast intime Ruhe. Wiesen, Wälder, Berge – und dazwischen ein Ensemble aus Holz, Naturmaterialien und Details, die eher an Bali als an klassische Alpenhotels erinnern.
Strohschirme, Lampions, getrocknete Gräser – das Boho-Design zieht sich durch das gesamte Haus und wirkt dabei nie inszeniert, sondern selbstverständlich. „Bohemian Spirit bedeutet für uns Freiheit, Leichtigkeit und Weltoffenheit“, so die Betreiber selbst. Und tatsächlich: Diese Haltung ist hier nicht Dekoration, sondern Atmosphäre.
Die Zimmer – treffend „Bohemians“ und „Originals“ genannt – spielen mit genau diesem Spannungsfeld aus alpiner Tradition und moderner Lässigkeit. Erdige Farben, Leinen, Holz und handverlesene Details schaffen Rückzugsorte, die sich eher wie private Refugien anfühlen als wie Hotelzimmer.
Wellness als Rückkehr zur Natur
Der Spa-Bereich folgt keiner klassischen Luxuslogik. Stattdessen geht es um eine Rückbesinnung auf das, was wirklich entspannt: Wasser, Wärme, Weite.
Ein Naturbadeteich – „The Golden Lake“ – spiegelt die umliegende Berglandschaft, während Design-Saunen mit Spiegelglas die Grenze zwischen Innen und Außen auflösen. Dazu kommen ein Swim-Spa, ein Whirlpool und Ruheräume, die das Gefühl von Waldbaden ins Interieur holen .
Hier wird Wellness nicht als Programm verstanden, sondern als Zustand. Als etwas, das entsteht, wenn man sich Zeit nimmt. Vielleicht morgens beim Yoga mit Blick auf die Berge. Oder nachmittags, wenn der Wind durch die Gräser streicht und die Gedanken langsamer werden.
Kulinarik: Slow Food mit Haltung
Auch kulinarisch folgt die Jufenalm keiner lauten Inszenierung, sondern einer klaren Idee: Qualität, Regionalität und ein moderner Zugang zur alpinen Küche.
Im Restaurant „The Modern Treehouse“ werden traditionelle Gerichte neu interpretiert – unkompliziert, aber präzise. Saisonale Zutaten aus der Region bilden die Basis, ergänzt durch kreative Einflüsse und ein sympathisches Service-Team.
Das Konzept ist dabei bewusst vielseitig: vom entspannten Dinner über mehrgängige Gourmet-Menüs bis hin zu Picknicks in der Natur, die fast wie ein inszenierter Boho-Traum wirken – mit Käsevariationen, Antipasti und Wein, verteilt auf einer Decke zwischen Wald und Wiese.
Es ist genau diese Mischung aus Bodenständigkeit und stilvollem Understatement, die die Kulinarik hier so besonders macht. Nichts wirkt überhöht – aber alles durchdacht.
Ein Ort, der bleibt
Was die Jufenalm letztlich von vielen anderen Designhotels unterscheidet, ist ihre Authentizität. Der Boho-Stil ist hier kein Trend, der adaptiert wurde, sondern eine konsequente Weiterentwicklung eines Ortes, der immer schon von Naturverbundenheit geprägt war.
Vielleicht ist es genau das, was den Boho-Gedanken heute so relevant macht: nicht das Kopieren eines Looks, sondern das bewusste Kuratieren eines Lebensgefühls.
Oder, um es weniger theoretisch zu sagen: Es sind die leisen Momente, die bleiben. Das erste Licht am Morgen. Der Duft von Holz und Kräutern. Ein langer Abend unter freiem Himmel. Und das Gefühl, für ein paar Tage genau dort zu sein, wo man eigentlich immer sein möchte. Alle Infos zum Hotel finden Sie hier.